Abschied von Sombathely – der dritte Tag

Heute hieß es Abschied nehmen von Sombathely und von unserem guten Quartier im Martineum zu nehmen. Zunächst marschierten wir ca. drei Kilometer durch die Stadt zum Bahnhof. Die Fahrkarten hatten wir schon am Tag zuvor gekauft. Die Schaffnerin im Zug wollte uns überreden bis nach Közeg zu fahren. Unsere Fahrkarten wollte sie nicht sehen, denn ab fünfundsechzig fahren Bürger aus der EU kostenlos. Wir sind dann am nördlichen Bahnhof von Gyöngyösfalu ausgestiegen , damit wir auch diese Strecke auf GPS haben. Leider war die St. Martinskirche verschlossen. Nach zwei Kilometer erreichten wir wieder den beschilderten Weg dort, wo wir ihn gestern verlassen hatten und gingen den Wegzeichen wieder nach. Was bist jetzt noch nicht passiert war, ist eingetreten, durch eine aus unserer Sicht falsche Makierung gingen wir einige hundert Meter bergauf, bevor wir uns sicher waren, dass es der falsche Weg ist. Durch schöne Weingärten und längere Strecken, teils auf verwachsenen Waldpfaden kamen wir trotz der Bergstrecken zügig Richtung Közeg voran. Kurz vor einer geplanten Pause kam uns der Bäckerwagen gelegen. Die dann eingelegte Pause und eine Brotzeit gaben uns neue Kraft für die restliche Strecke entlang einer Straße. So erreichten wir bereits um 14:30 Uhr Közeg. Nach der kurzen Besichtigung der schönen neugotischen Hauptkirche und der St. Jakobuskirche mit mittelalterlichen Wandgemälden im Seitenschiff gingen wir auf Quartiersuche. Eigentlich wollten wir zu den Benediktinern, doch da war die Pforte nicht besetzt, so haben wir im Gasthaus „Schwarze Katze“, Várkör 100, ein gutes Quartier gefunden. Dieses, kostengünstige, saubere aber einfache, fast im Zentrum liegende Gasthaus kann den Pilgern empfohlen werden. Ab dem morgigen Tag verlassen wir dann den beschilderten Martinusweg und werden dann geeignete Wanderwege selber finden müssen. Dies wird sicher eine große Herausforderung, doch wir wissen den Heiligen Martin bei uns und sollten wir nicht aufmerksam seine Zeichen deuten, dann gibt es eben Umwege und wir werden Bürger fragen, sofern wir solchen dann gerade begegnen.
Für die herrliche und wunderbare Natur, die wir heute erleben durften sind wir dem, der alles geschaffen hat dankbar.

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2 Gedanken zu “Abschied von Sombathely – der dritte Tag

  1. Lieber Herr Redies,

    vielen Dank für Ihre guten Erlebnisberichte und die Fotos von einigen Ihrer Wegstationen.
    Ihre Erlebnisse und die Fotos lassen erkennen, dass Sie schöne Landschaften durchwandern und lebenswerte Orte sehen.
    Kommen Sie da nicht zwischendurch in Versuchung, zu sagen: „Da sollten wir noch einen Tag bleiben, um die gastfreundlichen Menschen ein wenig näher kennen zu lernen und die kunsthistorisch wertvollen Kirchen und Städte genauer zu betrachten. Daran sollten wir nicht so schnell vorbei laufen“.
    In solchen Versuchungen findet man ja immer gute Gründe. Wie geht ein Pilger mit solchen Versuchungen um?
    Ich hoffe, Sie und Herr Engler sind heute gut weiter gekommen.
    Ich wünsche Ihnen heute Abend ein gutes Essen und einen erfrischenden Schlaf
    und grüße Sie herzlich
    Gerhard Rauscher

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    1. Lieber Herr Rauscher,
      Mit Versuchungen kann man in zweierlei Weise, entweder gleich nachgeben oder widerstehen. Wir gehen den Weg in Begleitung vom heiligen Martin und der weiß den Versuchungen zu widerstehen.
      Ihnen und ihrer lieben Frau herzliche Grüße
      Werner Redies

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