Zur Martinsdarstellung von St. Pantaleon

Nicht sicher bin ich mir, ob dies eine Darstellung des Heiligen Martinus ist. Vom einheimischen Kirchenführer wurde sie uns solche vorgestellt. Egal, ob es nun eine Darstellung des Heiligen Martinus oder des Heiligen Florian ist, mir kam nachfolgende Martinuslegende in den Sinn, wie sie im ‚Dialogus‘ überliefert wird.

„Es gehorchten aber dem heiligen Manne auch die fühllosen Dinge, die Pflanzen und die unvernünftigen Kreaturen. Erstlich die Dinge, so kein Fühlen haben, als Feuer und Wasser; denn da er einst Feuer an einen Tempel hatte gelegt, trug der Wind die Flamme auf das nächste Haus, das bei dem Tempel stund. Da stieg Martinus auf das Dach des Hauses und stellte sich den Flammen entgegen. Alsbald kehrte die Flamme sich um wider die Gewalt des Windes, das anzusehen war, als stritten die Elemente wider einander.“

Das ist Legendensprache, die in Bildern auch geistig-geistliche Vorgänge fasst. Martinus hat den Ungeist seiner Zeit erkannt und sich im Geist des Evangliums mit ihm auseinander gesetzt. So kam es zur Reibung und Auseinandersetzung mit Menschen, die den Götzenbildern ihrer Zeit huldigten.
Durch Reibung entsteht bekanntlich Feuer. Ein Wunder ist es, wie Martinus das Haus vor dem Feuer, das er nebenan an den heidnischen Tempel gelegt hatte, bewahrt hat. In der Begegnung mit Martinus ist das Evangelium, Gottes Wort, brennend heiß, bzw. schärfer wie ein zweischneidiges Schwert. Immer wieder scheint das Wort Gootes durch den Heiligen scharf, bzw. brennend hervor getreten zu sein.
Sich mit dem Ungeist der Zeit auseinander zu setzen, darum ging es Martinus, darum muss es heute in Europa und auf der ganzen Welt gehen. Das scheint mir diese Legend uns sagen zu wollen. Es geht darum, dass Christen in der Öffentlichkeit Farbe bekennen und die Götzen ihrer Zeit erkennen und sich mit diesen geistig auseinander setzen.

Werner Redies

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