Bericht von der Tagesetappe am 7.10.2014 : Niederranna – Obernzell

Nach einem schön gelegenen Quartier mit gutem Frühstücksbüffet im Haus Draxler und dem Morgengebet an einem großen Bildstock im Ortszentrum – die Kirche war geschlossen – sind wir hoch zur Donaubrücke und zehrten noch von dem Gespräch mit Györgyi und Laci, aber auch von der Unterhaltung mit der Seniorchefin über Kirche, über den afrikanischen Ortspfarrer und vor allem Bischof Krenn, unter dessen Regie sie einmal Theater gespielt hatte und der in seinen jungen Jahren ein ganz anderer Mensch gewesen sei.
Der Rückblick hatte aber schnell ein Ende, denn es ging auf der Südseite gleich zweimal nach oben, doch dann auf einem breiten Pfad der Donau entlang bis zum Stift in Engelhartszell. Ursprünglich hatten wir die Route so nicht im Sinn, Györgyi hat uns dieses Stift ans Herz gelegt. Der Umweg hat sich wirklich gelohnt, wenn wir auch vergeblich auf die Mönche zur Mittagshore gewartet haben und so alleine eine Gebetszeit hielten. Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass die Mönche im Kloster in einer Werktagskapelle die Hore gebetet haben. Die Mittagspause fiel etwas länger aus, einerseits wegen des herrlichen Stifts, andererseits wegen Pizza, Topfenstrudel und Radler.
Erst um 13:15 sind wir wenige Minuten bis zur Fähre gelaufen, die wir gerade noch bevor Sie ans andere Ufer übersetzte erreicht haben. Auf der Fähre bot Eugen einem Paar aus Dortmund an, sie zu fotografieren, dies waren dann so freundlich und haben danach uns beide abgelichtet. Vielleicht wir dieses Foto im Zusammenhang mit diesem Bericht veröffentlicht, es wird sich zeigen, ob es durch die Zensur geht. Am andern Ufer angekommen ging es auf schmalem, nicht ungefährlichen Pfad kräftezehrend über zwei Stunden in die Höhe. Die Kilometer wollten sich nicht vermehren und unser Ziel Obernzell und dort der Gasthof Freischütz waren so lange in weiter Ferne. Endlich auf der Höhe angekommen bleib es aber hügelig, sodass auch da nicht Schnellschritt möglich war, zumal auch beim Abstieg ins Donautal nochmals Vorsicht geboten war. Erst die letzten drei Kilometer der Donau entlang waren entlastend. Die Navigation von Eugen, ich meine sein Gerät, hat uns an der herrlichen Kirche vorbei geführt. Kraft war nur noch für ein kurzes Gebet, jedoch ich bemerkte, dass die Mesnerin die Kerzen zum Gottesdienst angezündet hatte und den Altar zur Messfeier vorbereitete, trotzdem gingen wir, denn wir waren noch ganz verschwitzt und durften uns nicht erkälten. Beim verlassen der Kirche sahen wir, dass die Eucharistiefeier erst in einer Stunde angesetzt war. So strebten wir unserem Quartier zu, doch in dem lang gestreckten, fast menschenleeren Ort wurden wir stutzig, schließlich begegnete uns ein Herr, der uns erklärte, wir müssten zurück, doch wir konnten gleich noch erfahren, wo zum Essen ein gutes Gasthaus ist, denn der Freischütz hat Ruhetag, das wussten wir schon. Schließlich fanden wir unser preiswertes Gasthaus, wo wir dann eine gute Nacht verbrachten und anders wie am Vortag, bereits um 22:00 Nachtruhe hatten.
Zuvor waren wir noch in der Abendmesse und gleich beim zweiten Eintreten in die Kirche, der Pfarrer betete bereits das Kyrie, fiel mir eine Altarfigur am nördlichen Seitenaltar auf, ich vermutete eine Martinsfigur, zumal die zweite Bischofsfigur eindeutig den Heiligen Nikolaus darstellte. Nach dem Gottesdienst haben wir eine Frau gefragt, doch sie konnte uns nicht weiter helfen. Schließlich kam der Pfarrer und er hat meine Vermutung bestätigt. Eine Martinsdarstellung, die den Heiligen Martin zeigt, wie er einem Bettler eine Münze reicht.
Danach ging es in die Pizzeria, dort bestellten wir je ein Pfeffersteak, das ausgezeichnet war und mit Reis und Pommes serviert wurde, natürlich gab es dazu Radler, Bier und für mich ein Viertele Rotwein, da mir die Radler zu kalt war. So waren wir für den Schlaf gestärkt und nachdem das WLAN im Hause nicht richtig funktionierte, war der Bericht erledigt.
Werner Redies und Eugen Engler

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