Aufbruch in Hirschbach nach dem nochmaligen Besuch der Martinskirche.

Nach der Übernachtung in einer besonders preisgünstigen und gut ausgestatteten Ferienwohnung und einem einmalig reichhaltigen Frühstück im Gasthof Kirschner gingen wir zur gegenüberliegenden Martinskirche. Nach dem Morgengebet sowie einen Martinslied vor dem Martinsgemälde und dem Versuch, dieses zu fotografieren sind wir wohlgemut aufgebrochen. Doch die Stimmung wurde gleich etwas getrübt, denn wir gingen auf eine Sackgasse zu. Jedoch nicht der Heilige Martin sondern das Navi hat uns zunächst über Stock und Stein geleitet. Ein ehemaliger Hohlweg war mit Grüngut und Abfall zugeschüttet. Der Heilige Martin hat uns über ein Waldgebiet jedoch gut nach Brombach geleitet, direkt auf eine Bäckerei zu, dort konnten wir den Tagesproviant einkaufen, u.a. vom Bäcker selbst gefertigte, ausgezeichnete Müsliriegel.
Von Brombach pilgerten wir nach Pfarrkirchen über den Gartlberg. Die Wallfahrtskirche war uns als eine der Martinskirche angegeben worden, so erwarteten wir eine Martinsdarstellung. Die Wallfahrtskirche hat jedoch die Patrozinien ‚Zur Auferstehung Christi und zur Schmerzhafen Muttergottes‘. eine Martinsdarstellung ist dort nicht zu finden.
Die nächste uns vorgeschlagene Martinskirche in Schreihof haben wir in den Landkarten und im Internet nicht gefunden. Wir versuchten zunächst im Salvatorkolleg auf dem Gartlberg, direkt gegenüber der Wallfahrtskirche Rat und Auskunft zu erhalten, doch unser Läuten war vergeblich, so schlug ich Eugen vor den Geschäftsführer des Martinusvereins in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Achim Wicker, anzurufen und wie meist, war er gleich erreicht und hat uns schon nach zwei Stunden viele Informationen zukommen lassen, die uns die weiteren Planungen erleichtern werden.
Vom Gartlberg gingen wir hinab in die Kreisstadt Pfarrkirchen und dort dem Stadtweiher entlang, der mit Wasserspielen gestaltet ist und den ein schwarzes, elegantes Schwanenpaar mit drei kleinen, jungen Schwänen zur Heimat hat. Schreihof war uns immer noch ein Geheimnis, bis Eugen zwei Spaziergängerinnen ansprach, die uns sagten, dass es jenseits der Schnellstraße liegt und nur durch eine Unterführung zu erreichen sei, wir also den Weg wieder zurück gehen müssten. Doch durch diesen Tipp ist Eugen im Navi fündig geworden und hat noch eine weiter kleine landwirtschaftliche Unterführung ausfindig gemacht, die uns unnötigen Weg ersparte und zu der kleinen, reizvoll gelegenen alten Kirche führte. Ob sich in dieser Kirche eine Martinsdarstellung befindet blieb uns verborgen, denn die Kirche war verschlossen und der Schlüsselhinweis sehr vage. Wahrscheinlich waren wir zuvor an diesem Haus vorbei gekommen, doch nochmals bergauf wollten wir nicht. Direkt neben der Kirche war eine freundliche Nachbarin, die uns sagte, dass eben nur die Frau, die diese Kirche pflegt und der Pfarrer einen Schlüssel hätten. Es wäre sinnvoll, diese Nachbarin hätte auch einen Schlüssel, denn offensichtlich stehen immer wieder Besucher ratlos vor dem Schildchen, das angibt, der Schlüssel sei im nächsten Haus im Osten zu haben, am Abend und an Wochenenden. Vielleicht ließe sich da noch eine bessere Lösung finden, eventuell gegen eine Pfandhinterlegung und eine kleine Gebühr.
Trotzdem der Umweg hat sich gelohnt, freilich uns blieben noch mehr als 13 km bis Eggenfelden und es ging schon auf 15:00 Uhr zu und wir hatten noch kein Quartier. So sind wir zügig weitergepflegt, lange einer sehr großen Golfanlage und einem Segelflugplatz entlang. Ca. 7 Km. vor Eggenfelden sprach uns ein älteres Ehepaar an, wo wir denn her kämen und was unser Ziel sei. Wir gaben Auskunft übergaben Martinsanstecker und unsere Blogadresse und sie nannten uns die günstige und gute Gaststätte Bacchus an der Landshuter Straße, jedoch Haus- und Telefonnummer könnten Sie uns nicht sagen. So gingen wir die ebene Reststrecke hoffnungsvoll, besuchten in Eggenfelden zunächst die Pfarrkirche und dann zügig zum Gashof Bacchus. Hoffnungsvoll angekommen erhielten wir auf unsere Anfrage, ob noch ein Doppelzimmer frei sei eine Absage, doch Eugen ließ nich locker und schließlich kam der Chef selbst und bot uns im Haus ein Zimmer in einer Wohnung an, sofern wir keine zu großen Ansprüche hätten. So nächtigen wir in einer alten, aber sehr sauberen Wohnung mit Bad und Betten, wie man sie zu unserer Kind- und Jugendzeit allgemein hatte, nur in besseren Matratzen. Inzwischen haben wir uns in der sehr gut besuchten Gaststätte mit einem Steak gestärkt und löschen unseren Durst. Eugen hat inzwischen schon die Route für morgen geplant, sie wird mindestens 29,8 Km lang sein, doch wir haben bereits ein Übernachtungsquartier buchen können. In der Martinskirche in Huldsessen wollen wir morgen den Sonntag feiern.
Werner Redies, Eugen Engler

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