Zum Fenster der Bettler und Martinus nach Sulpicius Severus

„Es geschah an einem Wintertag, dass er ritt durch das Tor von Amiens, da begegnete ihm ein Bettler, der war nackt und hatte noch von niemanden ein Almosen empfangen. Da verstund Martinus, dass von ihm dem Armen sollte Hilfe kommen; und zog sein Schwert und schnitt den Mantel, der ihm allein noch übrig war, in zwei Teile, und gab die eine Hälfte dem Armen, und tat selber das andere Teil wieder um. Des Nachts danach sah er Christum für ihn kommen, der war gekleidet mit dem Stück seines Mantels, das er dem Armen hatte gegeben. Und der Herr sprach zu den Engeln, die um ihn stunden, Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Kleide gekleidet. Davon ward aber der Heilige nicht hoffärtig, sondern er erkannte Gottes Güte; und ließ sich taufen, da er seines Alters war achtzehn Jahre. Doch blieb er auf seines Meisters Bitte noch zwei Jahre lang bei der Ritterschaft; dafür gelobte ihm dieser, dass er der Welt wolle absagen, wenn sein Amt um wäre.“

Impuls: Heiliger Martin, du lehrst uns, dass Teilen etwas anderes ist als Almosen geben. Solche Kultur möge in Europa bestimmend werden.

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