Archiv für den Tag 15. Oktober 2014

Von Moosburg auf den Domberg in Freising

Als wir erwachten, regnete es, doch der Heilige Martin hat pünktlich zu unserem Aufbruch offensichtlich mit dem Heiligen Petrus vereinbart gehabt, dass es ab da ein schöner Tag wird. So ist der Tag dann auch geworden, manchmal etwas bewölkt, immer wieder Sonnenschein und kein Tropfen Regen.
Zunächst führte uns der Weg aus der Stadt hinaus zum Freibad, den Sportanlagen und schließlich an Pferdekoppeln vorbei. Die 19 Km nach Marzling führten uns an Langenbach vorbei, über viele Feldwege, nicht nur auf ebener Strecke, einmal auch in einen Sackweg, später wieder zu einem Weg, den es nicht gab, sodass wir zwei, drei Kilometer auf der Landstraße pilgern mussten. Doch wir haben zwischenzeitlich einen neuen, besser geeigneten Fußweg ausfindig machen können, den werden wir für den Martinsweg empfehlen. In Marzling ist vor der Kirche eine sehr schöne Martinusstele. Die Martinskirche war zunächst geschlossen, doch der Herr Pastoralreferent, Herr Fußeder, war so freundlich und hat uns die Kirche geöffnet. Eine sehr schöne, nicht überladene Barockkirche mit einem Altarbild, das den Heiligen Martin als Bischof darstellt. In Marzling scheint die Verehrung des Heiligen Martin lebendig zu sein, wenigstens gibt es ein neues Seniorenheim, das seinen Namen trägt.
In Marzling haben wir im Dorfladen mit Bäckerei bei gutem Kaffee und Gebäck eine Pause eingelegt und wurden sehr freundlich von Frau Oberender bedient. Ich hoffe, wir können das Bild mit ihr heute noch hochladen, doch im Moment gibt es noch WLAN Probleme.
Kaum waren wir aufgebrochen, da rief uns das Ehepaar Derksen, wie vereinbart an. Wir erwarteten sie eigentlich schon in Marzling, doch da wir von Freising aus noch ein Stück Richtung Dachau pilgern wollten, trafen wir uns auf dem Domberg. Dort bezogen wir unsere Zimmer und sind dann gleich noch 9 km bis nach Haxthausen zusammen mit Gyöngyi Derksen gepilgert, dort hat uns Laci mit dem Auto erwartet und auf den Domberg in Freising zurückgefahren. Jetzt sitzen wir bereits beim Abendessen und morgen werden wir an der kleinen Kapelle, an den wir mit einem Gebet den Pilgertag abgeschlossen hatten, den Pilgerweg bis Dachau wieder aufnehmen.

Werner Redies, Eugen Engler