16.10.2014 – Alles war anders

Bei der Überschrift denkt vielleicht jemand, es sei schlechter gewesen, doch dem war nicht so! Im Gegenteil, die Heimat ließ Grüßen. Zunächst eine freundliche Vinzentinerin aus Untermarchtal begrüßte uns beim Frühstück und wenige Minuten später an der Rezeption leuchtete mir das Logo unserer Diözese auf einem Flyer entgegen und das sympathische Gesicht von Herrn Steib, der im Januar 2015 über „Filmeinsatz in religiösen Bildungsprozessen“ referieren wird. Das erinnert mich an frühere Verantwortlichkeiten. Nach den Formalitäten zum Abschied sind wir dann in den Mariendom zum Morgengruß gegangen.
Gestern und heute sind natürlich die Preise für die Quatiere andere, aber das ist eben so im Einzugsbereich von München. Freilich künftige Martinuspilger müssen das wissen. In anderen Regionen übernachtet man für diesen Preis dreimal.
Anders, vor allem was die Länge betrifft, war die Wegstrecke Freising – Dachau, nämlich 42 Km.
Unter den üblichen Bedingungen hätten wir das nicht geschafft. Doch mit Gyöngyi Derksen waren wir gestern ja noch Spätnachmittags 9 Km bis Haxthausen gepilgert und Ihr Mann Laci hat uns dort abgeholt und heute wieder hingebracht. Derksens mussten heute noch nach Holland, doch Gyöngyi wollte unbedingt noch die beiden Martinuskirchen sehen, die wir für heute geplant hatten. Sie hat daher den Vorschlag unterbreitet, dass wir die Wege, wenn es geht, mit dem Auto fahren und immer wieder Strecken zu Fuß gehen. Wir haben die uns vorgeschlagene Route eingehalten, doch dreimal hat uns das GPS auf weniger geeignete Wege geführt. Trotzdem ging es schneller und von einem kräftigen Regenschauer blieben wir auch verschont, denn da stiegen wir eben wieder für einen Km ins Auto ein. So gelangten wir über Sickenhausen auf sehr verschmutzte Feldwege, in der Nacht hatte es kräftig geregnet, doch sehr rasch nach Hetzenhausen zur St. Martinus Kirche. An der Kirche kam uns der Mesmer entgegen. Die Kirche war offen und wir konnten das Martinus Altarbild und das gesamte sehr schöne und gepflegte Kirchlein anschauen. Normalerweise sei die Kirche geschlossen und er, sagte der Mesmer, um diese Zeit auch nicht da, doch ein anderer Mann hatte ihn aufgehalten. Nach dem Gebet sind wir dann wieder aufgebrochen, noch ohne Rucksäcke, diese waren in Derksens Auto, doch es galt mehr zu Fuß zu gehen, aber der letzte Kilometer bis Amperpettenbach fuhren wir wieder mit dem Auto bis zur Kirche, da kam uns eine Frau mit großem Schlüssel entgegen, die Mesmerin, Frau Heigl, auch da hatten wir wieder Glück, dass Sie uns die Kirche wieder öffnete. Dort sahen wir eine feine, kleine Plastik, Martinus auf dem Pferd und der Bettler zu seinen Füßen und ein Martinusbild, das den Heiligen mit Wundmalen und mit der Gans zeigt. Mir ist nicht bekannt, dass der Heilige Martinus Wundmale hatte, entweder weiß ich da was nicht, oder der Künstler hat etwas verwechselt.
In Amperpettenbach sind Derksens dann mit dem Auto Richtung Holland und wir dort zu einem Griechen, um eine Kleinigkeit zu essen. Denn es blieben für uns noch bis Dachau ca.13 Km auf meist schmalen Pfaden, der Amper entlang. Müde und zufrieden erreichten wir das vorgebuchte Hotel Burgmeier, wo wir ein schönes Zimmer beziehen konnten. Nun treffen wir uns noch mit einem jungen Vorruheständler, er war in Leutkirch Tagesschüler in Regina Pacis.
Werner Redies und Eugen Engler

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