20.10.2014 Auf und nieder und Gegenwind aus West/Südwest

Heute am Gedenktag des Heiligen Wendelin ist der Geburtstag der Heiligen Crescentia. Sie wurde am 20.10.1682 geboren und so durften wir heute an diesem besonderen Tag mit den Schwerster Eucharistie feiern. Schwester Hildebranda hat uns danach ein sehr gutes, reichhaltiges Frühstück bereitet, freilich verbunden mit der Bitte uns ins Gästebuch einzutragen. Der Bürgermeister hat seinem Schreiber diese Aufgabe übertragen. Doch dass dieser die Entstehung des Projektes „Martinusweg“ insgesamt beschreibt, fand er dann etwas übertrieben, vielleicht auch nur, weil,er sich in Geduld üben musste.
Somit sind wir heute erst gegen 9:45 aufgebrochen und gleich ging es kräftig bergauf, sodass wir nach einer Stunde erst drei Kilometer hinter uns hatten. Etwas später sind wir auf die Straße 2055 gestoßen, der wir hätten entlang gehen müssen trotz kräftigen Verkehrs. Eugen suchte nach einem Ausweg und so bogen wir auf ein kurzes Stück Waldweg aus, kamen an ein umgefallenes Schild „Durchgang verboten“, haben dieses nur bedingt respektiert, sind nicht geradeaus durch das Grundstück wie der Weg auf der App skizziert ist, sondern dem Wald entlang und sind dann auf unsern Pilgerweg abseits der St 2055 gestoßen.
Von da an sind wir viel auf kleinen Gemeindeverbindungswegen hoch und wieder ins Tal hinunter gepilgert. In Aschthal haben wir in einer kleinen, sehr gepflegten Kapelle unser Pilgergebet gehalten. Als wir gehen wollten und ich noch schnell ein, zwei Bilder von der Kapelle machte, sah sich Eugen verpflichtet unsere Spuren mit dem Besen zu beseitigen. Dann kamen wir auf einen besonderen Waldlehrpfad, der alle hundert Meter zwei, drei heimische Vogelarten auf sehr interessante Weise präsentiert und am Ende kann man sich prüfen, ob man die Hohltaube vom Zilpzalp oder Mehlschwalbe von der Rauchschwalbe unterscheiden kann. Schließlich sind wir nach Salenwang an einer „Drei Königskapelle“ vorbei gekommen und dann lange Zeit entlang von großen Viehweiden immer wieder talauf, talab gepilgert bis wir etwa 12 Km gepilgert waren und zu einer Bank im Windschatten mit herrlichem Panoramablick kamen. Da saßen zwei Frauen, die einen im Rollstuhl betreuten und uns sagten, dass sie ihm immer wieder diese herrliche Sicht ermöglichen, da er diese liebe. Dort haben wir eine Kleinigkeit gevespert, danach ging es wieder entlang Allgäuer Viehweiden, die von den Bauern in Erwartung des Regens gut „parfümiert“ wurden. Der Wind aus West/Südwest wurde kräftiger, schließlich waren es noch 45 Minuten bis Obergünzburg unserem Ziel, da mussten wir durch eine Viehweide, der Weg war kaum zu sehen und mündete in einen Trampelpfad mit viel Wurzelwerk. Auf diesem Weg kamen bis zur Straße, die nach Obergünzburg zur Martinskirche hinab führt. In der Kirche haben wir dem Heiligen Martin für sein Geleit gedankt. Die Decke des Kirchenschiffs ist mit einem Deckengemälde von Michael Kroneberg geschmückt, das den Tod des Heiligen Martins zeigt. Der gleiche Künstler hat in den Eckkartuschen Grisaillen geschaffen, die wichtige Szenen aus dem Leben des Heiligen zeigen, seinen Traum, da er Christus mit dem bekleidet mit dem halben Mantel des Bettlers sieht, dann die Taufe Martins durch den Heiligen Hilarius, ebenso seine Bischofsweihe und schließlich das Fällen eines Baumes mit heidnischen Symbolen, der eben nicht auf Martin zufällt, sondern beinahe jene trifft, die meinten dieser würde Martin treffen.

Werner Redies und Eugen Engler

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