21.10.2014 – Vom Regen in Wind und Sonne

Vom Gasthaus Engel gingen wir gleich gegenüber zur Martinskirche, um dort mit dem Morgenlob den Pilgerweg mit 33 Km zu beginnen. Die Kirche St. Martin war noch geschlossen, doch im gleichen Moment fing es an zu regnen, sodass wir froh waren, unter dem Kirchendach uns regenfest umkleiden zu können. Wir waren noch mitten in dieser Prozedur, da schloss die Mesnerin die Türe auf, erschrak zunächst und war dann erfreut, dass mal zwei Männer in die Kirche wollen. Nach dem Gebet informierten wir Sie über den Pilgerweg und sie informierte gleich den Pfarrer. So gingen wir ins Pfarrhaus, sprachen mit dem Pfarrer zehn Minuten, er wollte uns noch einen Kaffee anbieten, doch Eugens Stirn war schon in der Sakristei gerunzelt, denn er sah mich schon im Schneckentempo den Weg zu meistern. Nach dem informierenden Gespräch über unser Projekt und der Übergabe der Blogadresse, erfuhren wir noch, dass er aus unserer Diözese Heinrich Maria Burkhardt und Peter Schmid kennt.
9:15 Uhr sind wir dann aufgebrochen. Es ging zunächst, ähnlich wie beim Donausteg, über einen schmalen Waldpfad und ein Stück Landstraße steil hinauf, bis auf 814 Meter. Das war wahrscheinlich der höchste Punkt unseres gesamten Pilgerweges. Auf der Hochebene ließ der Regen zwar nach, doch der Wind war heftig, sodass wir gern unsere Regenkleidung anlieśen. Insgesamt ging es ab jetzt bergab, doch damit würden uns immer mal wieder Anstiege nicht erspart, trotzdem waren wir um 13:00 in der herrlichen Basilika in Ottobeuren danach haben wir im Klostercafé mit einer Gulaschsuppe gestärkt.
Um 14:00 sind wir für die letzten 12 km aufgebrochen. Der Weg nach Memmingen war gut markiert, wenn er auch im Bereich eines Golfplatzes kaum auszumachen war und später durch das rücksichtslose Pflügen eines großen Ackers völlig verschmutzt war. Doch wir kamen schließlich beim Benninger Moor auf gut angelegte Wege. Die Mooridylle wurde durch die zwei über unseren Köpfen aufsteigenden Flugzeuge etwas abgelenkt. In Benningen hätten wir uns gerne mit Kaffee und Kuchen gestärkt, doch die Navigation hat uns von der Ortsmitte ferngehalten und so gingen wir die letzte Vorstadtstrecke noch gute 30 Minuten und gönnten uns dann im Memminger Zentrum dieses Vergnügen. Danach ging es zum Riku Hotel, wo uns gleich je ein Biergutschein für’s Barfüßer übergeben wurde. Dort haben wir dann sehr gut zu Abend gegessen.
Werner Redies und Eugen Engler

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3 Gedanken zu “21.10.2014 – Vom Regen in Wind und Sonne

  1. Lieber Herr Redies, lieber Herr Engler, für die letzten Kilometer Wegstrecke wünsche ich Ihnen alles Gute.Trotz der Strapazen haben Sie täglich einen sehr interessanten, bebilderten Bericht ins Netz gestellt. Dadurch konnte ihr Pilgerweg wirklich in Gedanken mitgegangen werden. Und, es macht Lust, sich selber auf den Martinusweg zu machen. Herzlichen Dank dafür. Liebe Grüße, Ihre Veronika Rais-Wehrstein

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  2. Lieber Werner, lieber Eugen, wir wünschen Euch einen sonnigen Tag und ein schönes, gesegnetes Heimkehr. Liebe Grüsse aus Ungarn, Gyöngyi und Laci

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    1. Liebe Gyöngyi, lieber Laci,
      Danke für die nette Ruckmeldung vor allem abet aich dafür, dass Ihr ins auf dem Martinusweg auch ein Stück begleitet habt.
      Danke für die herzliche Begegnung.
      Ganz liebe Pilgergrüsse
      Eugen
      Auch von Werner liebe Grüsse

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