22.10.2014 – Über die Grenze in die Heimat

Im Riku Hotel haben wir genächtigt, ein ehemaliger Leutkircher Schüler hat es für uns gebucht, war das schon sehr entgegenkommend, denn die Memminger Hotelzimmer waren ausgebucht, u. a. wegen des Partnerschaftsbesuches aus der Ukraine. Zum Frühstück hat Albert Madlener uns Gesellschaft geleistet, so konnte ich mal wieder hören, wie es ihm und den Seinen geht und was seine Pläne hinsichtlich des großen Seniorenheimes sind, das er leitet. Zum Schluss hat Albert mich noch verlegen gemacht und mich beschenkt, der ich eher immer meine in seiner Schuld zu stehen. Nun ich hoffe, dass er sich einmal mit seiner Frau Zeit nimmt und zu einem Besuch nach Ellwangen kommt. Ellwangen mit seiner herrlichen Landschaft, seinen großartigen Kirchen, sowie dem Schloss und dem Sieger Köder Museum ist eine Reise wert.

Unser erster Weg ging heute zur evangelisch-lutherischen St. Martinsgemeinde mit der bedeutenden Erlöserkirche, die leider aber zur Zeit renoviert wird und daher geschlossen war. Danach ging es geradewegs aus der Stadt hinaus bis zur Autobahn, unmittelbar davor konnten wir auf einen Feldweg abbiegen und gingen dann an Buxheim vorbei und verließen bald danach den Freistaat Bayern. Die Iller überquerten wir auf einer Fußgängerbrücke, die mit einer Eisenbahnbrücke kombiniert ist. Am Ende der Brücke entdeckten wir ein Martinusweg-Zeichen, damit waren wir im Musterländle und in der Heimatdiözese Rottenburg-Stuttgart angekommen. Das ständige Anhalten und auf GPS zu prüfen, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, hatte damit ein Ende. So kamen wir zügig voran, wenn auch bei kaltem, windigem und regnerischen Wetter zur ersten Martinskirche in unserer Diözese und dankten Gott und sangen ein Martinslied. Danach statteten wir Herrn BM Wonhas einen kurzfristig angesagten Besuch ab. Dort wurden wir zu Kaffee und süßen Stückchen eingeladen. Leider war Pfarrer i. R. Adolf Hüttel nicht zu Hause, ihm hätte ich noch gerne einen Höflichkeitsbesuch abgestattet. Mit einem Kurzbesuch konnten wir, Frau Kalbrecht, der Mutter zweier Ehemaligen eine Freude bereiten; auch für mich war es eine Freude, sie nach vielen, vielen Jahren, trotz ihres hohen Alters gesund wieder zu sehen.
Von Tannheim ging es über Illerbachen nach Berkheim. Am Schluss pilgerten wir noch einen ziemlich aufgeweichten landwirtschaftlichen Weg, der erst zu Beginn unseres Zieles Bonlanden, wieder befestigt war. Im kleinen Ort Bonlanden kehrten wir noch zum Gebet in der schönen barocken und gepflegten Kapelle ein. Von dort waren es nur noch wenige Minuten zu den Fraziskanerinnen von Bonlanden, bei denen ich seit zehn Jahren nicht mehr war und nach unserer Ankunft nur Staunen konnte, was sich da alles verändert hat. Ein wunderschöne Pilgerstätte für die Besucher der Krippenausstellung mit Klosterladen, Buchhandlung und einem Café das zum Schlemmen einlädt, denn die Kuchen- Tortenauswahl ist überwältigend und ebenso das Gästehaus, in dem wir untergebracht sind. Das Haus ist geprägt vom Sonnengesang des Heiligen Franziskus. Betritt man das Treppenhaus, so erfreuen herrliche Farben, Vogelstimmen und Zimmer wie Mond, Sonne, Erde, Wind und Wasser Sinne und Herz.
Eugen ist bei der WLAN-Übertragung der Bilder im anderen Gebäude noch Frau Schosser begegnet, die seit 2013 hier im Organisationsbereich verantwortlich ist und die Familie Engler gut kennt. Ihr war die Anmeldung sofort aufgefallen und hatte schon auf die Ankunft gewartet. Hier fühlen wir uns mehr als wohl und erholen uns für die kleine Reststrecke des morgigen Tages.
Werner Redies und Eugen Engler

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