7.8.2015 – Heißer geht es kaum?! Von Bruchsal nach Waghäusel

Am Tag vorher war es schon sehr warm, aber an diesem Tag waren es doch einige Grad mehr. Da im Naturfreundehaus in Bruchsal das WLAN sehr gut funktionierte, kamen wir früher ins Bett. Zunächst saßen wir abends noch mit unser sehr vertrauten Mannschaft von der Caritasstelle Bruchsal zusammen, dabei ergab sich folgender Plan: Frühstück wurde in dem vorbildlichen und gepflegten Haus nicht gereicht, deshalb schlugen die „Bruchsaler“ vor uns um 8 Uhr mit dem Auto abzuholen und uns zum Tafelladen zu fahren, anschließend ins Litzel-Haus. Entsprechend dem Plan begann der Tag mit einem Besuch im Bruchsaler Tafelladen. Die erste Überraschung am Morgen war, dass Constantin Weyrich vor dem Tafelladen stand und er uns eröffnete, dass er die heutige Etappe mit uns pilgern werde. Danach nahm Herrn Wild uns in den Tafelladen. Zunächst waren wir von der Größe dieser Einrichtung überrascht. Eine interessante Führung zeigte das enorm vielfältige Sortiment. Herr Ulrich Ellinghaus, der ehrenamtliche Leiter dieser Einrichtung rundete die Vielfalt des Angebots mit sehr interessanten Hintergrundinformationen ab. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis wurden wir mit einem leckeren Frühstück versorgt. Danach ging es zum Julius Itzel Haus. Herr Gregor Häcker erläuterte und zeigte die sehr interessante und gepflegte Einrichtung. Es ist beeindruckend, wie hier Menschen ohne Wohnsitz untergebracht sind und wie diese mitarbeiten, Menschen die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Von dort starteten wir von unter der fachkundigen Führung von Frau Huber auf unsere Tagesetappe nach Waghäusel. Zunächst ging es nach Forst und in die dortige Kirche. Gleiches Ritual wie bei allen Kirchenbesuchen: Gemeinsames Gebet, Kerzen anzünden für bestimmte uns nahe stehenden Personen, Fotos erstellen, Weihwasser und dann mit flotten Schritt wieder weiter.
Nur zur Info: Den Hl. Martin haben wir noch nicht mit Liedern geehrt, was aber noch kommen wird.
Entlang der Häuser, immer den Schatten suchend, gingen wir Richtung Wald. Dort entließ uns die Führerin in die eigene Verantwortung der Strecke. Das Programm sah vor, wir gehen 1 1/2 Stunden geradeaus und dann nach einer viertel Linksdrehung wieder 1 1/2 Stunden kerzengerade Richtung Wiesental. An der Streckenführung die auch hochgeladen wird, ist ersichtlich, dass wir wenigstens einige kleine Abweichungen vornahmen, um auf weicherem Waldboden zu marschieren und etwas mehr Schatten zu erhaschen. In Wiesental angekommen ging es in die Pfarrkirche. Mit gleichem Ritual (siehe oben). Dort wurden wir von Frau Gitzinger, die am Abend zuvor auch bei der Planung dabei war, ins Franziskusheim zu einer Stärkung eingeladen. Wir fühlten uns wir „Durchlaufgeräte“ oben Wasser hinein und keine Minute später brach es wieder aus allen Poren heraus. Die tolle Stärkung mit Obst, Käse, Oliven usw. war genau das Richtige. Jetzt ging es auf die letzte Strecke nach Waghäusel. In Abweichung der normal vorgesehenen Streckenführung gingen wir lieber eine größere Strecke im Wald, um wenigstens ab und zu Schatten zu gewinnen. Im Kloster Waghäusel wurden wir äußerst herzlich und zuvorkommend vom Wallfahrtsrektor und Hausoberen, Pater Robert-Maria empfangen und betreut. Da ich gleich danach gefragt habe, ob es im Haus WLAN gibt, musste er schmunzeln. Früher hätten die Pilger zuerst nach Wasser gefragt, in der heutigen Zeit wird oftmals zuerst nach WLAN gefragt. Wir besuchten dann einen sehr ansprechenden und gut besuchten Gottesdienst in der Wallfahrtskirche „Mutter mit dem gütigen Herzen“, der von Radio Horeb übertragen wurde. Der Prediger erwähnte den Martinsweg und lud ein dem Heiligen, der auf Christus gehört hatte zu folgen und den Weg zu gehen.
Dadurch kommt der Bericht auch etwas später.
Es wandeln sich nicht nur die Fragen, sondern auch die Menschen und Berufe. Auch der Priesterberuf hat sich enorm gewandelt. Haben früher Geistliche aus dicken Brevier-Bücher gelesen, lesen die Jungen und jung geblieben Priester das Brevier im IPad. Mein Vorschlag wäre daher, wenn mein Mitpilger die Martinusroute soweit abgeschlossen hat, könnte er bei der Ausbildung junger Priester als Dozent für moderne Kommunikationsmittel im täglichen Priesterleben sich einbringen.

In eigener Sache: den heutigen Weg bin ich für den Freund Rainer M. aus einer Partnergemeinde gepilgert.

Eugen Engler und Werner Redies

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