19.08.2015 – Mit der Bahn, mit dem Bus und auf Schusters Rappen

Aus Anlass der Beerdigung von Kilian Nuß, an der ich teilnehmen will, haben wir unseren Tourenplan umgestellt. Wir müssen das Ziel Trier schneller erreichen.
Von Idar Oberstein sind wir mir der Bahn bis Türkismühle und von dort mit dem Bus nach Hermeskeil gefahren. Von dort ging es wieder mit Schusters Rappen weiter, zunächst zur dortigen Martinuskirche. Die Kirche zeigt zwei Martinsdarstellungen im Chorraum. Eine Plastik zeigt Martin als Offizier, die andere als Bischof. Nach unserem Pilgergebet sahen wir beim Ausgang ein Plakat, das für Martinsbrot geworben hat. Dieses Plakat erinnerte uns, dass wir noch Brot und Getränke brauchen. In den Bäckereien in Hermeskeil gab es Martinusbrot! 

Nachdem alles in den beiden Rucksäcken verstaut war, brachen wir nach dem Ort Abtei auf. Zunächst ging alles nach Plan bis wir zu einer Straße kamen, wo wir den Einstieg nicht fanden, da ein Graben mit meterhohen Brennnesseln dies verhinderte. Wir gingen fehl und verloren dadurch eine Stunde und gingen schließlich doch durch die Brennnesseln hindurch, Wolfgang voraus mit langen Hosen, doch er stürzte, da der Graben nicht zu erkennen war. Für mich war dadurch der Weg gebahnt, doch Wolfgang hatte an einer Hand das Brennen, das zum Glück bald wieder nachließ.

Der Weg führte uns zur Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, dort verharrten wir zum Gebet und legten auch eine Pause ein. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um das Dokumentationszentrum zu besuchen, denn wir wussten, der Weg wird nun steil und bis Fell ist er noch weit. In dem langen, großen Waldgebiet kamen wir an sehr viel Stellen mit Gedenktafeln vorbei. Was an diesen verschiedenen Stellen im Wald durch die SS geschehen ist, lässt einen erschauern!

Schließlich kamen wir um 17:30 nach Lorscheid, dort war eine Übernachtungsmöglichkeit in der neuen Karte ausgewiesen, doch uns wurde eröffnet, dass dem nicht so ist, vielmehr drei Km weiter, auf der Höhe ein Hotel sei. Also gingen wir weiter, doch glücklicher Weise war ein älterer Mann vor seinem Haus beim Auto. Ihn baten wir um die Telefonnummer des Hotels. Ergebnis: Belegt. Der freundliche Mann nannte uns noch ein Quartier in Naurath, doch auch dort waren alle Betten vergeben. Jetzt war guter Rat teuer, denn nach Fell wären es noch über zehn Km gewesen und zwar über eine Strecke an der an diesem Wochenende eine Ralley gefahren wird. So haben wir den uns unbekannten, aber sehr um uns bemühten Mann gefragt, ob er bereit wäre uns nach Fell zu fahren? Das war er zu unserem Glück. Zuvor hatten wir in Fell ein Zimmer im Haus Granz telefonisch reserviert. Es war ein ordentliches Zimmer zu sehr günstigem Preis. Einen Mangel gab es, doch nicht nur in diesem Haus, mit Vodafone ist Mann in Fell von der Außenwelt abgeschnitten und WLAN gab es auch nicht. In Fell waren es schließlich 36 Km inklusive der Autokilometer. Das hätte ich nicht geschafft, Wolfgang vielleicht schon, zumal er früher in Lorscheid gewesen wäre, denn bei den Steigungen geht es bei mir sehr langsam.

Am Abend waren wir beide recht müde. Ein gutes Abendessen hat uns gestärkt und wir konnten gut schlafen.
Werner Redies und Wolfgang Bucher

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