24.08.2015 – Über die Grenze nach Luxemburg und zurück

Am Grab des Apostels Matthias heben wir den Tag mit dem Pilgergebet begonnen und sind danach mit Herrn Reuter ca. 7 km nach Zewen gefahren und haben an der dortigen Martinskirche, leider vor verschlossenen Portalen Station gemacht. Herr Reuter wollte uns unbedingt das sehenswerte Innere der Kirche zeigen, doch auch sein Nachfragen in der Nachbarschaft war erfolglos. Der Besuch dort war trotzdem wichtig, zum Einen ist am Pfarrhaus eine schöne Darstellung der Mantelteilung, zum Andern zieht Herr Reuter daraus Folgerungen für die Konkretisierung des Weges. Für die Pilger müssen viele Fakten stimmig werden! Herzlich und dankbar haben wir uns von Herrn Reuter verabschiedet und wissen den Weg bei ihm in guten Händen.Danach ging’s über Treppen zum Moselsteig einem wunderschönen Wanderweg, mit Blick auf die Mosel und ins Land bis nach Igel. In Igel wollten wir ein kurzes Stück der Straße entlang zum IG 5, einem Wanderweg gehen, doch die Straße war eine Baustelle und total gesperrt. Wir mussten wieder auf die Höhe und konnten dort die Straße verlassen, weiter ging es zunächst auf gutem Waldweg und schließlich durch Weinberge zur Martinskirche in Wasserbillig. Dann ging es über die Sauer, den Grenzfluss zwischen Deutschland und Luxemburg. Bis zum Zentrum und zur Kirche war es noch ein gutes Stück weg. Zunächst fotografierten wir das Hauptportal der Kirche und die darüber angebrachte Martinsdarstellung. Im Innern leuchteten im Chorraum, von der Sonne angestrahlt, zwei herrliche Glasfenster. Dem Heiligen Martin empfahlen wir im Gebet, um seinen Weg und die Einheit, die Gerechtigkeit und den Frieden in Europa bemüht zu sein.

Danach ging es Richtung Mertert, doch zunächst an Häusern und riesen großen Tankstellen entlang. Geplant war, dass wir den kürzeren Weg der Straße entlang gehen, doch als Pilger wollten wir über ruhige Wege zum nächsten Ziel, nach Manternach kommen. Das gelang größten Teils, dafür ging es immer wieder steil nach oben und nach unten und der Weg wurde wesentlich weiter, denn wir mussten auf der Höhe große Bögen laufen. Die Marienkirche war leider verschlossen, doch an deren Fuß war eine schöne Sitzbank, die uns zur Pause einlud. Dort haben wir die in Wasserbillig gekaufte Wurst und die Brötchen verzehrt. Die letzen drei Kilometer nach Wecker galt es bis um 15:59 zu gehen und wir hatten auch noch keine Fahrkarte. Wir hielten die Pause kurz, denn als Pilger kann man nie wissen, welche Überraschungen sich auftun. Sehr rechtzeitig waren wir entlang der Landstraße am Bahnhof und wollten eine Fahrkarte am Automaten lösen. Preis: € 9,60. Doch zu unserem Erstaunen kann man nur mit Münzgeld oder mit Bankkarte, jedoch nicht mit Scheinen bezahlen. Münzgeld hatten wir nur für einen Fahrschein! Nun man konnte im Zug beim Schaffner mit einem Aufpreis von € 1,00 die Fahrkarte bekommen. In Trier Süd gut angekommen waren wir nochmals erstaunt als wir am Automaten die Fahrkarte für die morgige Rückfahrt mit € 17,40 angegeben sahen. Warum die Reise in umgekehrter Richtung teurer ist fragt sich der Erstaunte?

In die Abtei St. Matthias kehrten wir nach 24 Km ohne die mit Herrn Reuter zurückgelegte Strecke zurück, machten uns frisch und nahmen am Vespergebet, der Eucharistiefeier und dem anschließenden Abendessen der Mönchsgemeinschsft teil. Hier in der Abtei ist die Stille und der Tagesrhythmus für uns Pilger sehr wohltuend, doch einige Tage sind wir nun bis zur Grenze nach Belgien/Arlon unterwegs.
Werner Redies und Wolfgang Bucher

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