23.04.16 – Weiter geht’s auf dem Chemin Romaine zu einem Ort der Stille und des Schweigens

In unserem Hotel „La Chrysalide“haben wir uns ein leckeres Abendessen gegönnt. Nach der erholsamen Nacht und einem reichlichen Frühstück (der Chef hat uns selbst bedient), wagten wir uns auf die regnerische Strecke. Wolfgang hat sich bereit erklärt, heute das Auto zu fahren. Mit voller Regenausstattung gingen Werner, Josef und ich auf die rund 21 km lange Pilgertour. Zunächst ging es auf der Hauptstraße stadtauswärts auf für uns ungewohnten Gehwegen (sehr schräg, nicht durchgehend und vor allem mit vielen Stolperfallen).
Bereits nach einem 1/2 km mussten wir einen großen Kreisverkehr überwinden. Weiter ging es entlang der Straße (jetzt auf einem Fuß- und Radweg) nach Sainte-Marie. Von dort ging es auf einer Landstraße weiter Richtung Bellefontaine. Ca. 1 km vor dem Ort kamen wir an einen Soldatenfriedhof, der uns zur Betroffenheit und Ruhe brachte. Bilder und ein Sonderberichterstatter dazu versuchen wir ins Netz zu stellen. Kurz danach erreichten wir den Ort Bellefontaine. Dort erwartete uns bereits Wolfgang. Leider gab es keine Möglichkeit für einen kurzen Einkehrschwung, die Kirche Saint Pierre war verschlossen, so ging es mit nur noch leichtem Nieselregen weiter. Kurz nach der Ortschaft ging es dann wieder rechts ab von der Straße und wir durchquerten ein beeindruckendes Landschaftsschutzgebiet. Der ziemlich geradeaus verlaufende Weg wurde nur durch Kühe und Pferde, sowie Bäume, Sträucher und überwiegend grüne Wiesen gesäumt., bevor er dann in ein Waldgebiet wechselte.
Um 12.30 Uhr ging es auf eine Staßenquerung zu. Dort stand bereits Wolfgang und erwartete uns zur geplanten gemeinsamen Mittagsstärkung. Da es doch relativ kühl war (6 Grad), verlegten wir unsere Vesperpause ins Auto. Frisch gestärkt ging es dann auf die letzte Tagesetappe Richtung Kloster Orval. Dort hatten wir, obwohl sie keine Gäste nur für eine Nacht nehmen, trotzdem ein Quartier bekommen. Hier war es wieder sehr hilfreich einen Prälaten dabei zu haben. Ein Prälat kann wohl keine Berge versetzen, aber doch manche Tür öffnen. Im Vorbereich des Kloster erwartete uns Wolfgang und wir gingen frohen Mutes zur Anmeldung.
Einfache Zimmer durften wir in Empfang nehmen und ab sofort sollte das Reden entfallen. Na ja, auch uns vier fällt dies nicht leicht. So haben Wolfgang und ich einen Museumsbesuch im Klosterareal Orval vorgenommen (hier durfte man wieder reden) und haben uns auch mit etwas Käse und Bier im Klosterladen eingedeckt. Falls die zwei anderen Mitpilger sich am Abend entsprechend verhalten, so haben wir beschlossen, geben wir im Sinne vom Hl. Martin nicht den Mantel aber immerhin ein Bier ab.
Da dieses Kloster eine unheimliche Ausstrahlung hat, werden Werner und Wolfgang dazu einen eigenen Bericht erstellen. In Demut und Stille werden wir dann unser Vesper im Kloster genießen, bevor die Abendruhe um 20 Uhr Eintritt (dann wird auch das Kloster geschlossen), sollten wir unsere Berichte erstellt und die Bilder versandt haben. Aber am Sonntag gibt es ja auch noch einen Tag.
Übrigens. Da wir alle gleichberechtigt über den jeweiligen Tagesablauf mitreden dürfen, hat Werner entschieden, dass wir am Sonntag wegen dem Sonntagsgottesdienst unsere Pilgeretappe unterbrechen und zum Gottesdienst um 11.30 Uhr mit dem Auto fahren. Beim Kartenspiel heißt es König sticht Dame.

Eugen Engler
Werner Redies
Wolfgang Bucher
Josef Albrecht

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s