29.4.2016 – der Weg gefällt dem Hl. Martin

Wir hatten ja überlegt, eine zweite Nacht hier in Lavannes zu buchen. Beim schön hergerichteten Frühstück, wurde diese Frage geklärt. Wolfgang Bucher und Josef Albecht können im Zimmer bleiben, Werner Redies und Eugen Engler mussten ihr schönes Zimmer verlassen. Verschmitztes Lächeln bei den beiden Herren, die ihr Zimmer behalten dürfen. Wir haben aber anschließend nicht verraten, das wir nun ein schönes Appartement erhielten.
Gestartet an der Kreuzung vom Vortag gingen Werner, Josef und Eugen auf die erste Teiletappe. Über schöne Feld- und Wanderwege ging es zunächst auf der alten Römerstraße weiter. Am Rande der nächsten Ortschaft ging es dann leicht bergauf zum nächsten Ort Berru. An der Kirche zum Hl.Martin (XI. und XII. Jh. erbaut) die verschlossen war, stand schon das Auto mit Wolfgang. Während wir kurz berieten, ging Josef Albrecht von Haustür zu Haustür und fragte jeweils nach dem Schlüssel für die Kirche. Zwischenzeitlich gingen Werner und ich schon auf die nächste Teiletappe Richtung Reims. Josef hatte schon mindestens die fünfte oder sechste Hausklingel geputzt. Freudig rief er uns zu, dass er jetzt einen Türöffner gefunden habe. Wie Josef Albrecht dies ohne französische Sprache jeweils geschafft hat, bleibt ein Rätsel. Werner und ich gingen aber weiter Richtung Cernay-les-Reims, mit dem Hinweis, sie sollen Bilder von der Kirche erstellen. Josef und Wolfgang fuhren mit dem Auto weiter und kamen an einen großen deutschen Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg. 17 559 Soldaten liegen hier begraben, viele auch namenlos. Die weiteren Soldaten sind namentlich in einem Buch abgedruckt.
Über traumhafte Wege über den Mont Berru ging es auf herrlichen Waldwegen bis nach Cernay-les-Reims. Bei der Martinskirche (XII und XIII. Jh.) war wieder ein geplanter Wechsel des Fahrers. Auf die Tour nach Reims gingen jetzt Wolfgang Bucher und Eugen Engler. In Reims angekommen, na ja die Strecke dahin lässt sich kaum ändern (entlang von Straßen, auf Gehwegen, von Fußgängerüberweg zu Fußgängerüberweg) erreichten wir die herrliche Kathedrale von Reims. Ein wuchtiger Kirchenbau, uns kam der Gedanke, wie bescheiden der Rottenburger Dom dagegen steht, besichtigten wir das großartige Bauwerk. Wunderschöne Glasfenster und Rosetten, darunter Glasfenster von Marc Chagalle. Anschließend stärkten wir uns mit einem Kaffee (jeder trank den Kaffee in einer anderen Variante) um dann Wolfgang und Eugen auf die letzte Etappe bis nach Bezannes zu schicken, vorbei an wichtigen kommunalen Gebäuden und interessanten Kirchen. Zum Beispiel: St. Remis mit Museum, St. Maurice mit einem Jesuiten-College und die Basilika St. Clotilde? Dann erreichten wir die Kirche St. Martin in Bezannes. Unser Spezialist für verschlossene Kirchentüren, Josef Albrecht, hatte bereits eine ältere Dame gefunden, die bereits die Kirche aufgeschlossen hatte.
Leider sieht die nicht große Kirche schon sehr renovierungsbedürftig aus.
Mit dem Auto ging es zurück zu unserem Quartier in Lavannes.

Eugen Engler und Wolfgang Bucher
Werner Redies und Josef Albrecht

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