04.09.2016 – Die Diözese Györ übergibt den Martinsmantel an die Diözese Eisenstadt

Gestern Nacht hat sich Laci, Gyöngyi’s Ehemann an unsere Gruppe angeschlossen, so waren wir schon 5 Leute. Wir haben herrlich geschlafen! Und wir haben eine wunderschöne Aussicht! Vor unserem Fenster ist der Hauptplatz van Kőszeg mit Bäumen, Brunnen, Cafés, historische Gebäuden und gegenüber steht die Herz-Jesu Kirche mit ihrem schlanken Turm und buntem Dach. Während wir am Frühstückstisch saßen fing es an zu regnen, so konnten wir die Zeit nützen, um für unseren gestrigen Blogeintrag Foto’s zu suchen und mit Constantin’s Hilfe alles uploaden.
In die Zwischenzeit fuhren Achim und Laci über dem Waldweg von Kőszeg nach Ólmod um die Fototasche vom Achim zu suchen, ohne Erfolg.
Rund halb zwölf brach endlich die Sonne durch, wir waren auch mit dem Blog fertig und brachen auf um Kőszeg entdecken. Wir sind vom Hauptplatz durch das Heldentor zur St.Emmerichkirche gelaufen. Man kann nur bis zum Gitter gehen, aber man kann wenigstens hinein. Vor dem Gitter haben wir eine alte Spendensäule entdeckt aus Gusseisen, mit dem Mantelteilende Sankt Martin darauf. Die Kirche daneben ist die älteste Kirche der Stadt, die Jakobskirche. Sie ist eine spitzbogige Hallenkirche mit einem riesigen Innenraum. Es war faszinierend wie das Licht von draussen den Hauptaltar überflutete aber der Rest blieb im Dunklen. Die Kirche wird gerade restauriert.

Wir haben auch kurz die Burg besucht wo der kroatischer Burgkapitän mit 700 Landsleute die Stadt, gleichzeitig aber auch West-Europa vor dem Angriff der Osmanen schützte.
Wir liefen zu der kleinen Synagoge. Diese steht in einem Innenhof, ist sehr schön aber arg baufällig. Im Jahr 1944 wurden alle 100 Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft nach Auschwitz deportiert und kehrten nie wieder Heim.
Wir gingen noch zur Herz-Jesu Kirche am Hauptplatz. Danach pilgerten wir entlang dem steilen Kreuzweg zur Kalvarienkirche. Die Kirche wurde aus 70000 Ziegelsteine gebaut, es wurden je 2 Stücke, kreuzförmig aufeinander gelegt und zu Fuß den steilen Berg nach oben gebracht. Die Kirche war geschlossen, wir hatten aber einen herrlichen Blick auf die Stadt.

Es war Zeit um nach Kópháza zu fahren wo der Pfarrer der schön restaurierten Martinskirche, Antal Németh schon auf uns wartete. Bald ist auch der Dorfbus aus Ólmod angekommen mit dem Martinsmantel, Bürgermeister Vince Hergovits und den Mitgliedern der Kirchengemeinde . Unsere Freunde aus der Martinsdiözese Eisenstadt sind mit mehreren Autos auch eingetroffen. Die kleine Kirche war schnell gefüllt mit Leuten. Bischofsvikar László Pál aus Eisenstadt sagte zum Schluss, dass er sich in dieser Stunde fühlte wie ein echter Europäer . Wir haben in drei Sprachen die Heilige Messe gefeiert und das war keine Sünde . Wir können in Liebe miteinander feiern und einander annehmen und akzeptieren und wenn es überall so wäre, dann wäre die Welt und Europa viel, viel schöner.
Nach dem Grusswort schenkte Achim Wicker Namens die Martinusgemeinschaft eine gusseiserne „Via Sancti Martini„ Tafel an Pfarrer Németh, Constantin Weyrich erzählte über den Mantel .
Letztendlich haben Pfarrer Antal Németh und der Bürgermeister der Gemeinde Ólmod, Vince Hergovits Namens der Diözese Györ den Martinsmantel an die Vertreter der Diözese Eisenstadt, Bischofsvikar László Pál und Mag. Johannes Artner übertragen.
Die Kirchengemeinde Kópháza lud uns ein zur Agape im Restaurant Levanda, wo wir herrlich gegessen und gemütlich miteinander unsere Gedanken über vieles ausgetauscht haben.
Ein Pilger aus Österreich hat viele Kilos Paprika mitgebracht und ausgeteilt. Nach dem Essen ging jeder nach Hause. Es war ein wunderschöner Tag!
Wir möchten uns herzlich bedanken bei jedem der uns geholfen hat, uns mit Liebe empfangen hat, mit uns geteilt hat.
Die zwei Tage in Ungarn sind vorbei, der Mantel reist morgen weiter nach Österreich und auch wir möchten uns verabschieden und den Blog an Hannes übertragen.
Gott segene Euch alle!
Liebe Grüsse von Gyöngyi und Lilian

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Herz Jesu Kirche in Koszeg
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St. Emmerichkirche in Koszeg
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Pilger kommen in die Martinskirche in Kophaza
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Übergabe des Martinsmantels von der Diözese Györ an die Diözese Eisenstadt
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Segnender Martin in der Martinskirche von Kophaza (Diözese Györ)
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Martins Tod – Martinskirche Kophaza
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Pilgergruppe aus Olmod

 

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Ein Gedanke zu “04.09.2016 – Die Diözese Györ übergibt den Martinsmantel an die Diözese Eisenstadt

  1. Liebe Martinspilger,
    danke für die neuen Berichte und Eindrücke – jetzt von der „Einweihungsroute“.
    Ich wünsche Euch gute Begegnungen, allzeit unfallfreies Pilgern und Gottes Segen.
    Und natürlich freue ich mich, weiterlesen zu dürfen … 😉

    Gefällt 1 Person

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