04.10.2016 – Von der romanischen Kirche in Jak pilgernd zum Martineum in Szombathely

Das Morgenlob war in der herrlichen ehemaligen Benediktinerkirche in Jak, am Tag des Heiligen Franziskus, der ja in seiner asketisch-spirituellen Ausrichtung mit dem heiligen Martin verwandt ist. Zuvor hatte der Pfarrer uns die Kirche kurz, aber sehr gut erklärt und uns noch teilhaben lassen am hohen musikalischen Niveau der Chöre vor Ort.Danach teilte sich die Pilgergruppe. Ein Teil besuchte ein Bauernhofmuseum in der Nähe von Szombathely, der andere Teil der Pilger machte sich zu Fuß sieben Kilometer auf zum Martineum. Da galt es gutes Schuhwerk zu haben und ebenso guten Regenschutz, zudem galt es ein Abenteuer zu bestehen. Vor drei Jahren hatte Bischof András eine neue Brücke eingeweiht, doch Hochwasser hatte sie bereits nach einem Jahr zunichte gemacht, daher galt es über zwei Dielen zu balancieren, doch zuvor einen schmierigen kleinen Hang hinabzukommen. Einige kräftige Männer verhinderten gefallene Frauen und Männer, trotzdem kam ein Mann zu Fall. Reichlich vom lehmigen Boden gezeichnet kamen die Pilger nach nach zwei Stunden beim Bus an. Es wären nochmals sieben Kilometer bis zum Martineum gewesen! Dort wartete Bischof Gebhard und der Diözesanadministrator von Szombathely auf uns und ein köstliches ungarisches Essen. Natürlich gab es auch freundliche Grußworte und Gastgeschenke von beiden Seiten. 

Danach war in der Kathedrale eine feierliche Eucharistiefeier mit Bischof Gebhard und Weihbischof Johannes in Konzelebration mit den mitgereisten sieben Priestern und Diakon Ebert zu Ehren des Dreifaltigen Gottes, für den der heilige Martin Zeugnis gegeben hat und mit Steinen in seiner panonischen Heimat und in ähnlicher Weise in Mailand vertrieben wurde. Musikalisch hat Domorganist Ruben Sturm den Gottesdienst an der Orgel begleitet.

Am Abend war ein großartiges Orgelkonzert vom Organisten des Rottenburger Domes. Dargeboten hat Ruben Sturm die Rottenburger Toccata eine Komposition von Najim Hakim. Außerdem spielte er Werke von Franz Liszt, Richard Wagner und B-A-C-H Fuge in es. Am Schluss noch eine eigene Improvisation zu „Sankt Martin, dir ist anvertraut“.

  • Werner Redies
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