Von Trier nach Luxemburg – 12.11.

Am Freitag war der Martinusmantel unterwegs in drei Martinsgemeinden der Pfarreiengemeinschaft Schweich: am Morgen in der Kindertagesstätte St. Martin in Fell, am Mittag in Schweich im Altenheim St. Josef und anschließend im Café Miteinander und am Abend zur Eröffnung des Martinszugs in der Kirche St. Martin in Riol. Am Samstag begleiteten etwa 40 Pilgerinnen und Pilger den Mantel zur Übergabe an das Erzbistum Luxemburg. Ein Bus sammelte sie an den drei Trierer Martinspfarreien ein. In Trier-Zewen wurde die Wallfahrt in der Pfarrkirche St. Martinus eröffnet. Constantin Weyrich stellte den Europäischen Kulturweg als Pilgerweg vor und Frau Monika Bucher deutete den Martinusmantel. Sodann überreichten sie Pfarrer Hohn die gusseiserne Platte „Via Sancti Martini“ als einen stabilen Hinweis auf den Martinsweg. Prälat Gebert von DiCV Trier sprach den Pilgersegen, nachdem Hans-Georg Reuter an Martins letzten Aufenthalt in Trier erinnert hatte und erklärte, warum der hl. Martin die Stadt 386 von Gewissensbissen gequält in Richtung Luxemburg verlassen hatte. Um den Weg ein wenig abzukürzen, brachte der Bus die PilgerInnen nach Igel. An der Igeler Säule, einem römischen Grabdenkmal an der alten Römerstraße, begann der knapp zweistündige Fußweg. Es ging auf halber Höhe durch das landschaftlich reizvolle Moseltal. Unterwegs gab es spirituelle Impulse, etwa am Grutenhäuschen, einem Grabtempel aus dem 3. Jahrhundert (so möchte man sich die „Kapelle“ über Martins Grab auf dem Friedhof in Tours vorstellen). Auf der Brücke über die Sauer, die die Bistums- wie auch die Staatsgrenze darstellt, begegneten sich die Abordnungen von Trier und Luxemburg und geleiteten den Martinusmantel zur Martinskirche in Wasserbillig. Nach der Begrüßung durch Mireille Sigal – Präsidentin des Vereins „Frënn vum Mäerteswee – Itinéraire Saint Martin au Luxembourg a.s.b.l.“ – und Grußworten der Vorsitzenden der Martinusgemeinschaft übergab Prälat Franz-Josef Gebert den Mantel an den Luxemburger Dompropst Georges Hellinghausen. In kurzen Ansprachen würdigten beide den hl. Martin und seine Bedeutung für Europa, gerade in unserer Zeit. Mireille Sigal fügte als Wegmarke für das Erzbistum das Röhrchen gefüllt mit Erde vom Hellegesteen in Niederanven samt dem Textauszug aus dem 3. Dialog des Sulpicius Severus in den Martinusmantel ein – Erinnerung an Martins Tröstung durch einen Engel in Andethanna. Es folgte eine kurze Andacht und dann gab es gute Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, Martinsbrezeln und Wein im Seniorenheim in der Nähe der Kirche. Die Mittelroute des Europäischen Kulturwegs St. Martin (von Szombathely bis Tours) ist damit eröffnet, die via Treverorum aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst (hoffentlich schläft sie nicht wieder ein!). Jedenfalls ein Tag, der allen Beteiligten in guter Erinnerung bleibt!

Hans-Georg Reuter

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Über martinusgemeinschaft

Die Martinusgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu beleben und nach dem Vorbild des Heiligen Martin zu leben. Unsere Vision ist eine Mittelroute von Szombathely in Ungarn nach Tours in Frankreich. Derzeit hat die Martinusgemeinschaft rund 50 MItglieder. Weitere Informationen unter www.martinuswege.de

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