22.05.2018 — Dem Kleinsten seine Würde beachten

Wir Menschen wollen „wer sein“ und oftmals mehr, dem anderen Überlegenheit. Diese Ehrsucht ist die Ursache für viel Streit und Krieg. Darum stellt Jesus ein Kind in die Mitte, da die Apostel streitend sich fragten:: „ Wer der Größte unter ihnen sei?“ Denn, Kinder galten wenig in der jüdischen Gesellschaft. Unter diesem Gedanken sind gestern ca. zwanzig Pilger aus Österreich und Deutschland in Donnerskirchen aufgebrochen, um einige Tage auf der Mittelroute des europäischen Martinusweg zu pilgern. Martin von Tours ist ein Gegenmodell zu solchem falschem Ehrgeiz der in der Vergangenheit viel Leid in Familien Gruppen und zu den Völkern Europas gebracht hat. Martin von Tours hat die Würde eines jeden Menschen geachtet. Darum eignet sich Martin von Tours, zumal er ganz zu Beginn des werdendes Europas Schutzpatron der fränkischen Könige war, sehr gut als Vorbild für ein geeintes Europa und das Miteinander der europäischen Völker. Zuviel Kriege und zu wenig Respekt vor der Lebensform des Einzelnen kennzeichnen ihre Geschichte.

Die Pilger wanderten über das Leitha-Gebirge und kamen zu dem großen, unter Joseph II. aufgelassenen Karmeliterkloster „Sankt Anna in der Wüste“, ein Beispiel wie die Lebensform von Menschen nicht respektiert wurde. Die Pilgergruppe kam unter Führung von Johannes Artner, von der Diözese Eisenstadt und Leo Führer, von der Erzdiözese Wien schließlich zur Martinskirche in Mannnersdorf, dort gab es einen wunderbaren Stempel in den Pilgerausweis danach ging es auf das letzte Wegstück der Tagesetappe bis nach Götzendorf, dort erwartete sie der Bus. Nach einer Pause im Quartier war am Abend noch eine Stadtführung durch Eisenstadt, beginnend am Dom unter der kundigen Führung von Hannes Artner. Mit einem Abendessen im Hayden-Bräuhaus klang der Tag aus. Die Pilger waren nach einem anstrengendem ersten Pilgertag „geschafft“ und hatten zugleich gelernt, dass ein gutes, respektvolles Miteinander der Mühe wert ist, egal ob in der Pilgergruppe oder in Europa. Der Respekt vor dem schwächsten Glied, macht jede Gruppe stark und eben ach Europa.

Werner Redies, Andreas Nick

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