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Über martinusgemeinschaft

Die Martinusgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu beleben und nach dem Vorbild des Heiligen Martin zu leben. Unsere Vision ist eine Mittelroute von Szombathely in Ungarn nach Tours in Frankreich. Derzeit hat die Martinusgemeinschaft rund 50 MItglieder. Weitere Informationen unter www.martinuswege.de

Tag 2 – ein R(h)einfall und ein Schlüsselerlebnis

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Am zweiten Tag sind Constantin und ich dann an der Wallfahrtskirche in Waghäusel aufgebrochen. Dank der wiederum sehr guten Beschilderung von Marianne Huber kamen wir gut voran und konnten uns auch ohne Landkarte gut orientieren. Beschreibung und Beschilderung haben uns wunderbar geleitet. Vorbei am Freizeitzentrum Ehrlichsee kamen wir am Rande von Oberhausen an einer ersten Fieberkapelle vorbei, die uns am Wegesrand zu einer kurzen Pausen einludt. Weiter ging es in Richtung Rheinhausen, wo wir direkt die Kirche St. Laurentius ansteuerten, die uns mit offenen Türen empfing. Leider mussten wir dann von Barbara erfahren, dass die Rheinfähre nur Freitag bis Sonntag fährt, so dass wir den längeren Weg auf dem Damm oberhalb des Rheins wählten. Ein kurzes Stück konnten wir sogar sehr schön direkt am Rhein entlang gehen, bevor wir dann nach ca. 12 Kilometern die Salierbrücke über den Rhein erreichten. Zum ersten Mal sahen wir den Speyrer Dom direkt vor uns und erreichten nach Überschreiten der Brücke Rheinland-Pfalz, die Heimat des 1. FC Kaiserslautern, was insbesondere Achim erfreute. In Speyer gingen wir direkt zum Dom und konnten so noch dem Hochamt zum Feiertag Maria Himmelfahrt beiwohnen. Domkapitular Franz Vogelgesang, der aktuell den Martinusweg in Speyer erarbeitet, zog direkt an uns vorbei. Nach der Messe stärkten wir uns bei Nordsee in der Altstadt, wobei Constantin hier fast seinen Schlüssel vergessen hätte, wenn nicht ein älterer Herr ihn darauf aufmerksam gemacht hätte. In der Touristeninformation kannte man zwar den Martinusweg (noch) nicht (-weil es diese hier noch gar nicht offiziell gibt – aber bald!), aber die Dame von der Info half uns sehr kompetent mit zwei Landkarten aus, die sich in der Folge als großes Geschenk erwiesen. Weiter ging es durch das Altportel-Tor in die Randbezirke der Stadt nach Dudenhofen, wo wir sehr schön am Speyerbach entlang pilgerten und uns dann in den Wohngebieten verliefen, aber Dank der Karten auch wieder zurück auf den rechten Weg fanden. Übers offene Feld pilgerten wir vorbei an Spargel-, Erdbeere und Zuchinifeldern nach Harthausen. In der Kirche Sankt Johannes Baptist beteten und sangen wir und entdeckten ein schönes Glasfenster mit einem Bild von Sankt Martin. Weiter ging es durch Wälder und über Felder nochmals etliche Kilometer nach Geinsheim. Im Wald entdeckten wir immer wieder Schilder mit der Aufschrift „Goise“ und wussten nicht, was das zu bedeuten hatte. Die Lösung erfuhren wir später: Geinsheim heißt auf pfälzisch „Goise“. Unser Ziel war zuerst die Bäckerei Geithel, die eben schon schließen wollte, wo wir dann aber doch noch sehr leckere Apfeltaschen von der freundlichen Verkäuferin bekamen. In der Kirche Sankt Peter und Paul beteten wir zum Abschluss und dankten für die zwei Tage und 64 Kilometer unseres Pilgerns auf dem Martinusweg. Auf die Minuten pünktlich kam dann Barbara Gitzinger uns abholen und den Rest des Abends verbrachten wir in Hambrücken beim Inder. Hier hatte uns Barbara nicht zu viel versprochen: es war wirklich sehr gut.
Fazit: zwei sehr lohnende Etappen, die bis zur Grenze nach Speyer sehr gut ausgeschildert und im Internet beschrieben sind. Ab Speyer ist die Beschreibung im Moment in Bearbeitung und noch nicht veröffentlicht, aber auch hier kamen wir dank Landkarten gut voran.

Achim Wicker

 

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Die Pilgergruppe in Eisenstadt

Foto 1:  die Pilgergruppe in Eisenstadt vor einer Martinsdarstellung

Foto 2: die Pilger aus Eisenstadt mit Generalvikar Martin Korpitsch, Prälat Werner Redies, Pfarrer Janos Schauermann und Achim Wicker vor der Wandmalerei „Die Welt braucht mehr Martinus!“

Foto 3: Pfarrer Janos Schauermann (Szombathely), Generalvikar Martin Korpitsch (Eisenstadt), Prälat Werner Redies (Rottenburg-Stuttgart)

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Gut zu Hause angekommen

Nach sechs erlebnisreichen und bewegenden Tagen sind wir am Samstag Abend wieder gut zu Hause angekommen. Der Dank gilt unserem Busfahrer Rolf Haller und unseren Mitpilgern. In diesen Tagen ist eine echte Weggemeinschaft entstanden, die getragen hat, wenn es auch mal beschwerlich wurde. Es war wohltuend für viele von uns, einfach nur als Pilgerinnen und Pilger unterwegs zu sein, mit Gott, mit dem Heilgen Martin, mit unseren Pilgerfreunden aus Ungarn und Österreich, im Gespräch, im Gebet, im Singen, …. Wir durften uns intensiv mit dem Heiligen Martin und mit seiner Botschaft auch für uns heute beschäftigen, die aktueller nicht sein könnte.

In Ungarn und Österreich haben wir Menschen kennen gelernt und wieder getroffen, die uns mit offenen Armen und großem Herzen empfangen haben und ein Stück des Weges mit uns gegangen sind. Wir haben gemeinsam auch ganz real Grenzen überwunden und gespürt, was Menschen über Länder hinweg verbindet. Der Martinusweg, der ganz bewußt ein Weg ist, der Ost und West verbindet, hat uns Pilgerinnen und Pilger aus drei Ländern Glauben teilen lassen und uns im gemeinsamen Pilgern zusammengeführt.  Es war bewegend mit Generalvikar Martin Korpitsch, Prälat Werner Redies und Pfarrer Janos Schauermann im Martinsdom zu Eisenstadt am Ende unserer Pilgerschaft gemeinsam die Heilige Messe zu feiern: Menschen aus drei Ländern am Martinusweg vereint im Lobe Gottes. Wir sind dankbar für das gemeinsame Pilgern, Glauben teilen und unterwegs sein, für so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die wir erfahren haben und gehen bereichert in unseren Alltag zurück.

Achim Wicker, Andreas Nick

 

 

 

 

Ungarische Gastfreundschaft hoch 3

Ein gutes Frühstück bereitete uns auf die 20 Kilometer nach Zsira vor. Pünktlich zum Pilgerstart traf auch unser geistlicher Begleiter Prälat Werner Redies bei uns ein. Bei rund 15 Grad durften wir an verschiedenen Orten immer wieder die herausragende Gastfreundschaft unserer ungarischen Pilgerfreunde erleben. In Olmod hieß Pfarrer Dumovic mit Getränken willkommen. In der Martinskirche feierten wir eine feierliche Andacht und bewunderte die Martinstafel an der Außenwand, die wir vor einem Jahr überreicht hatten. In Horvatzsidany hiess uns der Pfarrer in seinem berühmten Rosenkranzweinkeller willkommen. Gyöngyi, Laci, Gisela und Klara bereiteten uns im Pfarrgarten ein tolles Vesper. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Zsira, wo uns Rolf mit dem Bus abholte. Letzte Station war die Martinskirche in Und. Nach der Andacht hatte die kroatische Gemeinde für uns einen herzlichen Empfang mit vielen Leckereien organisiert. Wir sind dankbar für so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Constantin Weyrich, Achim Wicker

 

Von Szombathely nach Köszeg

Nach einer erholsamen Nacht im Martineum in Szombathely feierte Pfarrer Janos Schauerman mit uns eine deutsche Messe mit Pilgersegen in der Geburtskirche des Heiligen Martin. Danach konnten wir noch die Ausstellung besichtigen.  In der Martinskirche in Győngyősfalu empfing uns der Ortspfarrer Porpáczy József, bevor Gőngyi uns auf den Martinsweg führte. Mit dabei unsere Fahne und die Pilgerfahne aus Kisujbanya. 12 km Weg führten uns auf dieser Etappe durch Weinberge, vorbei an Obstgärten und zu schönen Kirchen. Am Aussichtspunkt Csömöteberg konnten wir bei herrlichem Blick bis zur Kathedrale in der Martinsstadt ein Vesper zu uns nehmen. Gyöngyi, Laci, Gisela und Klara hatten schon alles vorbereitet und bereits beim Frühstück eine Liste zur Auswahl des Essens gegeben. Vielen Dank für diese liebevolle Begleitung und Unterstützung. Pfarrer Janos und Győngyi konnten uns viel über die Geschichte der Gegend und ihre Kirchen erklären. Am Abend kamen wir in Köszeg an, wo wir in der neogotischen Heilig-Herz Kirche unsere Abendandacht feiern konnten. Den gemeinsamen Abschluss bildete dann das gemeinsame Abendessen  mit gemütlichen Ausklingen bei ungarischem Wein.

Constantin  Weyrich, Andreas Nick, Achim Wicker

20 Pilger und Pilgerinnen starten in Szombathely

Heute morgen sind 20 Pilger aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart nach Szombathely aufgebrochen. Am Abend wurden sie im Martineum bereits von unseren ungarischen Pilgerfreunden empfangen: Göngyi, Laci und zwei weitere Pilgerinnen hießen uns herzlich willkommen. Beim Abendessen durften wir dann auch noch Pfarrer Janos Schauermann in der Runde begrüßen. Morgen starten wir zu Fuß auf dem Martinusgemeinschaft und werden bis Samstag berichten.

Achim Wicker

 

Über die Grenze: von Schwaigern nach Eppingen

Am Samstag, 08.04.2017 europäischer Pilgerstart auf dem Martinusweg von Schwaigern nach Eppingen. Die 1. Pilgergruppe nach der Eröffnung im Oktober 2016 die die Diözesangrenze in die Erzdiözese überschreitet. Bei schönem Wetter trafen sich 23 Menschen die jüngste Teilnehmerin war 8 Jahre  um 9.00 Uhr am Bahnhof in Schwaigern. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Martinusgemeinschaft ging die Pilgerschar nach St. Martin in Schwaigern. Hier wartete bereits Herr Pfarrer Schenk-Ziegler der uns mit einer kurzen Einführung  die Kirche erklärte. Mit einer kleinen Andacht und dem Pilgersegen machte sich die Gruppe  auf die 15 km Etappe nach Eppingen. Spurensucher waren wir auch in den spirituellen Teilen die uns auf die Karwoche einstimmen sollten. Die erste Pause um uns zu stärken war in Stetten. Nach 20 Minuten ging es weiter an Feldern und einem Pferdhof vorbei. Diejenigen die am Eröffnungstag der Mittelroute dabei waren dachten gerne an diesen Tag zurück als wir die Stelle passierten,  als  Bischof Gebhard Fürst seinem Kollegen Bischof Burger aus der Erzdiözese den Martinsmantel übergab. Von nun an ging es bergauf durch einen Wald bis zum nächsten Halt mit spirituellem Impuls. Weiter zum Kraichtalblick, von hier hat man bei klarer Sicht einen Blick bis in den Pfälzer Wald. Das Ziel hatten wir nun auch im Blick die Liebfrauenkirche in Eppingen, hier sollte das Pilgerziel sein. Pfarrer Tschacher und Barbara Gitzinger begrüßten die Pilger, die nun sehr gespannt Herrn Tschacher zuhörten, der uns eine kleine Kirchenführung in Wort und Bild gab. Das Singen und beten kam auch nicht zu kurz und die Vorsitzende dankte Herrn Pfarrer Tschacher und verabschiedete die Pilger. Barbara Gitzinger überreichte noch zahlreiche Pilgerschals. Ein schöner Pilgertag mit vielen Gesprächen und Eindrücken ging zu Ende.

Monika Bucherps1