Im September 2016 wird mit der Mittelroute ein Martinuspilgerweg „Via Sancti Martini“ durch Europa eröffnet. Der Weg beginnt in Szombathely (Ungarn), der Geburtsstadt des Heiligen Martin und verläuft durch Diözesen in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich bis nach Tours, wo der Heilige Martin Bischof war. Das Wegenetz umfasst insgesamt über 2500 Kilometer. Wir verstehen den europäischen Martinusweg als Pilgerweg und Kulturweg zugleich. Seit 2005 ist die Via Sancti Martini eine eingetragene Kulturstraße des Europarates.

2011 eröffnete Bischof Dr. Gebhard Fürst den Martinus-Pilgerweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er bildet das Kernstück der neuen Mittelroute. Auf diesem Pilgerweg werden sowohl Kirchen und Einrichtungen verbunden, die unter dem Patronat des Heiligen Martin stehen, wie auch ab Worms Orte an denen der Heilige zu Lebzeiten gewirkt hat.

„Orte des Teilens“, an denen noch heute Menschen im Geiste des Heiligen Martin leben und arbeiten sind ein besonderes Kennzeichen dieses Pilgerweges. Er lädt so alle Pilger ein, sich mit dem Heiligen Martin, seinem Leben, seinem Glaubenszeugnis und seinem Wirken auseinanderzusetzen. Pilgern auf dem Martinusweg kann so zur Spurensuche werden: nach Spuren des Heiligen Martin, aber mehr noch nach Spuren Gottes in unserem Leben. Der Pilgerweg ist ein Teilstücken bereits ausgeschildert.

Die Eröffnung findet in Etappen immer zwischen Diözesen statt. Start ist am 3. September in Szombathely. Ein Martinsmantel soll als Symbol die Eröffnung begleiten und von Ort zu Ort, von Diözese zu Diözese weitergegeben werden. Er steht dabei zum einen für den „Mantelteiler“, aber auch für dessen gelebte Spiritualität und Nächstenliebe, die für uns als Vorbild dienen kann. Die Lörracher Künstlerin Astrid Eichin hat den Martinsmantel gestaltet.

Ab dem 3. September 2016 finden Sie hier Berichte und Fotos von den jeweiligen Eröffnungsveranstaltungen.

12.01.2017 – Bischof Fürst überreicht Achim Wicker als Zeichen der Anerkennung die Tourser Martinusmedaille im Bischofshaus

Vor kurzem wurde Achim Wicker von Bischof Dr. Gebhard Fürst die Martinusmedaille aus Tours überreicht. Der Bischof würdigte damit die Arbeit, die der Geschäfsführer der St. Martinus Gemeinschaft e.V. seit 2013 leistet und mit der er wesentlich die Entstehung des neuen europäischen Martinspilgerweges vom ungarischen Szombathely, – wo der Heilige Martin geboren wurde, – nach Tours in Frankreich vorangetrieben hat. Die neue Pilgerroute wurde von September bis November 2016 in 17 Etappen in Ungarn, Österreich, den deutschen Diözesen, Luxemburg und Frankreich eröffnet. Drüber hinaus hob Bischof Fürst hervor mit wie viel Engagement, Begeisterung und Fachkenntnis Wicker die St. Martinus-Gemeinschaft voranbringe und begleite. Ohne diese Engagement wären die vielen Projekte nicht nur rund um das Martinusjahr 2016 nicht möglich gewesen.Anlässlich des 1700jährigen Jubiläums liess die Bischofsstadt Tours silberne Gedenkmedaillen anfertigen, die jeweils durch eine Kennziffer einzigartig für die 1700 Jahre martinischen Europas stünden. In Tours mit dieser Idee in Kontakt gekommen, berichtete Bischof Fürst, wäre dies für ihn das richtige Zeichen der Anerkennung für die Arbeit Wickers gewesen., welche weit über das betriebliche Deputat hinausreiche. Besonders wichtig für den 2012 in der Diözese eröffneten Pilgerwege war Wickers Einsatz für die Kooperation mit Österreich und Bayern, nicht zuletzt konnte auch dort der Weg im Herbst feierlich eröffnet werden. Besonders das Know-how Achim Wickers als Dekanatsreferent, erleichterte die Arbeit im e.V. So gingen viele Initiativen auf ihn und Dekanatsreferenten zurück. Gerade daher sei es dem Bischof ein Anliegen gewesen nach Abschluss dieses Festjahres, auf den Organisator zu blicken und ihm zu danken.

Achim Wicker ist im Bischöfliche Ordinariat als Geschäftsführer der St. Martinus Gemeinschaft e.V. tätig und Dekanatsreferent und Geschäftsführer des Katholischen Dekanats Freudenstadt, zudem ist er im Katholischen Dekanat Balingen als Dekanatsreferent für den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ zuständig. Beheimatet ist er in Balingen, wo er in der Heilig Geist Gemeinde auch Kirchengemeinderat ist.

Constatin Weyrich/ Werner Redies

„Dem Herrn Hände, Füße und Herz schenken“ -23.10. Kaufbeuren

Martinusmantel auf Martinusweg in Kaufbeuren an Diözese Rottenburg-Stuttgart übergeben KAUFBEUREN – In einem Festgottesdienst in Kaufbeuren St. Martin anlässlich der Eröffnung der Mittelroute des Martinuswegs wurde ein von der Lörracher Künstlerin Astrid J. Eichin gefertigter Martinusmantel an Vertreter der Diözese Rottenburg-Stuttgart übergeben. Seit Anfang September wird er von Pilgergruppen quer durch Europa, von Diözese zu Diözese, von Martins Geburtsort Szombathely bis Tours, seinem Sterbeort, weitergegeben. Der vom Kirchenchor und –orchester mit der Orgel-Solo-Messe von Josef Haydn gestaltete Gottesdienst wurde von Domdekan Bertram Meier mit Ortspfarrer Bernhard Waltner und dem ehemaligen Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart Werner Redies konzelebriert. In seiner Predigt würdigte Meier den heiligen Martin als Vorbild in der Nachfolge Jesu Christi. Seine auch heute aktuelle Botschaft sei im Verhältnis zu Gott: „Steht zum Herrn. Geht mit dem Herrn. Kniet vor dem Herrn.“ Diese dreifache Aufforderung sei in die Lebenspraxis zu übersetzen: „Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt Ihr mir getan.“ Wie es Martin in Amiens mit der Teilung seines Mantels mit dem Bettler getan habe. „Lasst Euch senden, seid mobil.“ So habe es der europäische Heilige auf seinen Wegen durch Europa vorgemacht. „Martins Geist ließ nie vom Gebet ab, ob in der Ruhe oder bei der Arbeit.“ Sein Gebet sei „keine spirituelle Selbstbefriedigung“ gewesen, sondern „Blick über den Tellerrand“ im Dienst für Gott und den Menschen. Zum Schluss übergaben Pfarrer Bernhard Waltner und Stefan Bosse den von der Lörracher Künstlerin Astrid J. Eichin gefertigten Martinusmantel an Vertreter der Diözese Rottenburg-Stuttgart: den ehemaligen Generalvikar Werner Redies, den Geschäftsführer der Martinusgemeinschaft Achim Wicker, Vorstandsmitglied Josef Albrecht und homepage-Betreuer Andreas Nick. Auf seinem Weg von Szombathely nach Tours durch Ungarn, Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich wurde der Mantel von Vertretern der Martinusgemeinschaft begleitet. Die Lörracher Künstlerin Astrid J. Eichin hat den Mantel aus zwei Hälften zusammengefügt. Die rot-gelbe Seite besteht aus kostbaren Stoffen, die graue Seite aus einfachem Leinentuch, in das kleine Taschen eingenäht sind, in denen Plastikröhrchen stecken. Diese werden von Wegestation zu Wegestation von den dortigen Vertretern jeweils mit einem kleinen Gebetsanliegen gefüllt. Die kostbare Mantelhälfte symbolisiert Martins gehobenen sozialen und militärischen Rang als Hauptmann der römischen Armee, die andere sein an den Armen ausgerichtetes Leben als Einsiedler und Bischof. „Das Problem Europas sind nicht volle Moscheen, sondern leere Kirchen.“ So sah Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse in seiner kurzen Ansprache am Ende des Gottesdienstes die schleichende Entchristlichung Europas besonders zu Lasten der europäischen Einigung und der materiell und spirituell Hilfsbedürftigen. Bosse und sein Folgeredner Josef Albrecht von der Martinusgemeinschaft würdigten die inzwischen 24-jährige Partnerschaft zwischen Kaufbeuren und dem ungarischen Szombathely, die aus den Verbindungen zwischen Mitgliedern der jeweiligen katholischen Martinsgemeinden hervorging. Die rund 2500 Kilometer lange „Mittelroute“ mit ihren maximal 25 km langen Tagesetappen ist inzwischen fast durchgehend ausgeschildert und durch verschiedene Medien (Broschüren, Internet) beschrieben, so dass die Pilger schon vor ihrem Start Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und die „Orte des Teilens“ (Institutionen, die sich im Geist des heiligen Martin für Arme, Kranke und Schwache einsetzen) ausmachen können. Seit 2005 ist die „Via Sancti Martini“ eine eingetragene Kulturstraße des Europarates. Sie wird im deutschsprachigen Raum von der 2012 als privater kirchlicher Verein gegründeten Martinusgemeinschaft (Rottenburg) betreut. Sie „verknüpft die Spiritualität aus dem Vorbild des Heiligen Martin mit der Sorge für den Martinusweg und seiner Pilger. […] Sie tut dies in Offenheit für alle am Martinusweg Interessierten und im ökumenischen Geiste“ (vgl. http://www.martinuswege.eu).

kaufbeuren1kaufbeuren2kaufbeuren3Gerhard P. Drescher

Von Trier nach Luxemburg – 12.11.

Am Freitag war der Martinusmantel unterwegs in drei Martinsgemeinden der Pfarreiengemeinschaft Schweich: am Morgen in der Kindertagesstätte St. Martin in Fell, am Mittag in Schweich im Altenheim St. Josef und anschließend im Café Miteinander und am Abend zur Eröffnung des Martinszugs in der Kirche St. Martin in Riol. Am Samstag begleiteten etwa 40 Pilgerinnen und Pilger den Mantel zur Übergabe an das Erzbistum Luxemburg. Ein Bus sammelte sie an den drei Trierer Martinspfarreien ein. In Trier-Zewen wurde die Wallfahrt in der Pfarrkirche St. Martinus eröffnet. Constantin Weyrich stellte den Europäischen Kulturweg als Pilgerweg vor und Frau Monika Bucher deutete den Martinusmantel. Sodann überreichten sie Pfarrer Hohn die gusseiserne Platte „Via Sancti Martini“ als einen stabilen Hinweis auf den Martinsweg. Prälat Gebert von DiCV Trier sprach den Pilgersegen, nachdem Hans-Georg Reuter an Martins letzten Aufenthalt in Trier erinnert hatte und erklärte, warum der hl. Martin die Stadt 386 von Gewissensbissen gequält in Richtung Luxemburg verlassen hatte. Um den Weg ein wenig abzukürzen, brachte der Bus die PilgerInnen nach Igel. An der Igeler Säule, einem römischen Grabdenkmal an der alten Römerstraße, begann der knapp zweistündige Fußweg. Es ging auf halber Höhe durch das landschaftlich reizvolle Moseltal. Unterwegs gab es spirituelle Impulse, etwa am Grutenhäuschen, einem Grabtempel aus dem 3. Jahrhundert (so möchte man sich die „Kapelle“ über Martins Grab auf dem Friedhof in Tours vorstellen). Auf der Brücke über die Sauer, die die Bistums- wie auch die Staatsgrenze darstellt, begegneten sich die Abordnungen von Trier und Luxemburg und geleiteten den Martinusmantel zur Martinskirche in Wasserbillig. Nach der Begrüßung durch Mireille Sigal – Präsidentin des Vereins „Frënn vum Mäerteswee – Itinéraire Saint Martin au Luxembourg a.s.b.l.“ – und Grußworten der Vorsitzenden der Martinusgemeinschaft übergab Prälat Franz-Josef Gebert den Mantel an den Luxemburger Dompropst Georges Hellinghausen. In kurzen Ansprachen würdigten beide den hl. Martin und seine Bedeutung für Europa, gerade in unserer Zeit. Mireille Sigal fügte als Wegmarke für das Erzbistum das Röhrchen gefüllt mit Erde vom Hellegesteen in Niederanven samt dem Textauszug aus dem 3. Dialog des Sulpicius Severus in den Martinusmantel ein – Erinnerung an Martins Tröstung durch einen Engel in Andethanna. Es folgte eine kurze Andacht und dann gab es gute Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, Martinsbrezeln und Wein im Seniorenheim in der Nähe der Kirche. Die Mittelroute des Europäischen Kulturwegs St. Martin (von Szombathely bis Tours) ist damit eröffnet, die via Treverorum aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst (hoffentlich schläft sie nicht wieder ein!). Jedenfalls ein Tag, der allen Beteiligten in guter Erinnerung bleibt!

Hans-Georg Reuter

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Martins Rock in Trier – 10.11.

Am 10. November war der Martinusmantel in Trier unterwegs. Zwischen 371 und 386 weilte der hl. Martin mehrfach in Trier gemäß der Lebensbeschreibung seines zeitgenössischen Biografen Sulpicius Severus. Bibelkundig orientiert sich Sulpicius Severus in seiner Vita Martini am Leben Jesu: Martin ist für ihn so etwas wie ein „zweiter Christus“. Wie auch andernorts heilt Martin in Trier betend Kranke und treibt Dämonen aus – wie Jesus Christus.
Am Morgen empfing Bischof Stephan Ackermann den Martinusmantel im Bischofshof und steckte als „Wegmarke“ für das Bistum Trier das Röhrchen in die vorletzte freie Tasche. Darin Ziegelsplitt vom Quadratbau des römischen Kaiserdoms, der 380 fertiggestellt worden war. In der Trierer Bischofskirche hat der hl. Martin 386 eine Nacht im Gebet verbracht – sein Getsemani – bevor er zum Kaiser ging, um das Leben des „Ketzers“ Priszillian und seiner Anhänger zu retten. Seine erzwungene Teilnahme an der Weihe von Bischof Felix an folgenden Tag kann man als den Tiefpunkt seines sonst so strahlenden Wirkens sehen, sein Golgota.
In das Röhrchen hineingegeben auch ein Gebet zum hl. Martin im Sinn der in diesem Jahr zu Ende gegangenen Diözesansynode: „Hl. Martin, du hast in Gallien Landgemeinden gegründet und ihnen Mönche aus deinem Kloster als Pfarrer gegeben, weil die Neubekehrten nicht zum Gottesdienst in die weit entfernten Bischofsstädte gehen konnten. Wir erleben heute, dass es immer weniger Pfarrer gibt, so dass die Räume, die sie zu betreuen haben, immer größer werden. Zu deiner Zeit hast du ein neues Seelsorgemodell erfunden. Gib unseren Seelsorgerinnen und Seelsorgern und den Gläubigen Phantasie und Mut, neue Formen der Vergemeinschaftung im Glauben zu suchen und zu leben, damit das Lob Gottes und die Unterstützung der Notleidenden in unserer Heimat nicht endet. Amen.“
Um 12:00 Uhr war der Martinusmantel dann zum Mittagsgebet und darüber hinaus im Dom zu sehen. Um 18:00 Uhr nahm er schließlich am großen Martinszug der Pfarrei St. Martin teil, wo Weihbischof Jörg M. Peters an der Porta Nigra, durch die der hl. Martin in seinem Leben sicher mehr als einmal geschritten ist, die Kinder aufforderte, dem hl. Martin zu seinem 1700 Geburtstag zu gratulieren. Auf ihren Vorschlag sangen wir miteinander: Happy birthday, lieber Martin… Und der Martinusmantel zog von dort aus mit vor die Pfarrkirche St. Martin zum Martinsfeuer und der Verteilung der Martinsbrezeln, die der Oberbürgermeister gestiftet hatte.
Hans-Georg Reuter

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der Martinsmantel in Trier
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Martin in Trier
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Bischof Ackermann fügt die Wegmarke hinzu

14.11.2016- Feierlicher Abschluss des Martinusjahres am 11.11.2016 in Weingarten

Bischof Dr. Fürst hatte zum Abschluss des Martinusjahres – der ein Abschluss mit Doppelpunkt ist, denn auch nach diesem feierlichen Festakt wird der heilige Martin, das betonte der Bischof, im Blickpunkt sein – zahlreiche Gäste eingeladen.In seiner Ansprache hob der Bischof die Bedeutung des Heiligen Martin für Europa hervor. Er bezeichnete ihn als Ikone, da viele Wesensmerkmale des Martin, so sein beispielhaftes Wirken gegenüber Armen, sein mutige Auftreten gegenüber den Mitbischöfen und den Römischen Kaisern, sein Bemühen um klare Erkenntnis und die Wahrheit für die Zukunft Europas sehr bedeutsam sein werden.

Der Festakt wurde musikalisch umrahmt durch Stefan Debeur. Oberbürgermeister Markus Ewald brachte zum Ausdruck, dass das Flüchtlingsprojekt auf dem Martinsberg eine enorme Auswirkung auf die Stadt und das weite Umland hatte. Nach einer Einspielung von zwei Szenen aus dem Film “ Sankt Martin – Soldat – Asket- Menschenfreund“ folgte eine Talkrunde: Aktionen im Martinsjahr. Hier wurde deutlich, dass, so wichtig die Hilfe für die Flüchtlinge ist, die Wohnraumproblematik auch für Alleinerziehende, sozial Schwache und natürlich für Obdachlose von großer Bedeutung ist und Lösungen rasch gefunden werden müssen.
Nach dem Festakt besuchte der Bischof das Martinsspiel auf dem Marktplatz unterhalb der Basilika. Dort warteten trotz kräftigem Regen hunderte von Kindern und Erwachsenen.
Sankt Martin – für Jung und Alt faszinierend nachgespielt
Die rauhe, kalte Wirklichkeit, die dem Bettler bei Amiens beinahe das Leben gekostet hätte, war auf dem Martinsplatz unterhalb der großen Martinsbasilika hautnah von vielen Kindern und Erwachsenen zu spüren. Im Spiel sind wichtige Stationen aus dem Leben des Heiligen vor den Augen der Kinder Wirklichkeit geworden. Hoch zu Ross ritt Martin als römischer Offizier auf den großen Platz und Hunderte von Menschen sangen ein Martinslied, begleitet von Bläsern. Der Reiter ritt im großen Bogen um den Bettler, offensichtlich wollte er wegsehen, doch es kam anders. Das Pferd machte einen Satz, war plötzlich ganz nah am Bettler und plötzlich ging das Wegsehen nicht mehr. Das Herz des Römischen Soldaten Martinus wurde angerührt, er hielt sein Pferd an, teilte seinen Mantel, gab das abgetrennte Stück dem frierenden Bettler und ritt weiter, um sein Nachtquartier aufzusuchen. Mitten auf dem Marktplatz schlief der Soldat Martin und träumte: Er sah Christus im Traum, angetan mit der Hälfte des Mantels, die er dem Bettler gegeben hatte. Als er aufwachte, legte er die Offizierskleidung ab und lebte streng asketisch als Mönch, fast einem Bettler gleich und doch ganz anders, mit Herz für die Menschen, die mit all ihre Sorgen zu Martin kamen.

Die Augen der Kinder wurden immer größer, da ein Gruppe von Ihnen, mit Lampen und Fackel ausgerüstet, sich aufmacht – sie stellten die Bürger von Tours dar – um Martin zu sich als Bischof zu holen. Doch als Martin das merkt, flieht er in einen Gänsestall. Lautes Gänsegeschnatter verriet jedoch Martin und sie machten ihn zu ihrem Bischof. Sie kleideten ihn mit einem festlichen Bischofsgewand und setzten ihm einen Bischofshut, eine Mitra, auf.

Die Kinder wurden noch mit Köstlichkeiten belohnt.

Die Bevölkerung war danach zu einem Festgottesdienst eingeladen an dem zu Beginn Kinder mit ihren Eltern teilnahmen. Die Chöre der Martinsgemeinden von Leutkirch, Wangen und der Chor der Basilika haben den Gottesdienst musikalisch gestaltet, zudem waren alle Martinsgemeinden des Dekanates vertreten und deren Pfarrer zelebrierten mit dem Bischof die Eucharistiefeier, der den Patron der Diözese als Orientierungsgestalt für die Gläubigen der Diözese und für viele Menschen gute Willens in Europa hervorhob.
Werner Redies

Bischof Dr. Gebhard Fürst bei seinem Festvortrag
Die große Rottenburger Martinsfahne

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Podiumsgespräch um Aktionen zum Martinsjahr

Von Mainz nach Trier: mit Lichtern durch die Nacht – 08.11.

In kleinem aber feierlichem Rahmen fand am Dienstag die Übergabe des Martinusmantels von der Diözese Mainz an die Diözese Trier in der Basilika St. Martin in Bingen am Rhein statt. Bei der Martinsstatue im hinter Teil der Basilika wurde der Mantel feierlich übergeben. Josef Albrecht überreichte an den Stadtpfarrer eine gusseiserne Tafel „via sancti martini“ für die Basilika. Geschäftsführer Achim Wicker erläuterte die Entstehung des Martinusweges und den Martinsmantel. Seine erste Station im Bistum Trier war dann noch am selber Abend die Ortschaft Guldental. In der gut gefüllten Kirche St. Jakobus konnte eine Gruppe um Gemeindereferentin Uschi Vogt zahlreiche Gläubige begrüßen. Nach dem feierlichen Einzug des Mantels in die Kirche hielten wir Andacht. Danach ging es mit weit über 100 Pilgern in einer Lichtprozession und dem Martinsmantel durch den Ort zur St. Martinskirche, wo uns bereits eine lichterfüllte Kirche erwartete. Zahlreiche Kerzen brannten auf den Bänken und hießen die kleinen und großen Pilger willkommen. Wieder war es eine Gruppe von Frauen, welche die Andacht eindrucksvoll gestalteten. Im Anschlusss wurden die Pilger in der Kirche verköstigt und bekamen auch den ersten Glühwein des Jahres, um sich aufzuwärmen. Für Josef Albrecht und mich, die wir als Vertretung der St. Martinusgemeinschaft mit dabei sein durften, war dieser Abend ein Erlebnis, das uns erfüllt hat. Hier lebt der Martinsgedanke und hier lebt auch der Martinusweg. Wir wollen uns bei allen Menschen aus Guldental und Bingen bedanken, die dies möglich gemacht haben, namentlich nennen möchten wir Hans-Georg Reuter, unserern unermüdlichen Mitstreiter, Horst Drach vom Generalvikariat und Thomas Klumpp von der Diözese Mainz, für ihren Einsatz für den Martinusweg.

Achim Wicker

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Basilika St. Martin Bingen
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Pilger in Guldental
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St. Martin Guldental

Der Martinusmantel im Bistum Mainz

Nachdem der Mantel aus der Diözese Sypeyer verabschiedet worden war, machte er sich auf den Weg zu dem Ort, an dem der Legende zufolge Martinus eingekerkert worden war, nach Worms. Neben Szombathely ist dies der zweite Ort auf der Mittelroute an dem sich Lebens- und Glaubensspuren des Heiligen treffen. Eine Feierstunde unter der Leitung von Ehrendomkapitular Schäfer begrüßte den Mantel in der Wormser Martinskirche. Diese ist an dem Ort gebaut worden, an dem sich die Einkerkerung infolge des Militäraustritts Martins zugetragen haben soll. Wie es der Zufall so will, wählte ein Bus mit Mainzer Pilgern die Feierstunde als Abschluss ihrer Wallfahrt. Neben zahlreichen Martinsdarstellungrstellungen erwartete die Pilger auch eine Martinsreliquie, die vor dem Altar aufgestellt worden war. Ein besonderes Highlight stellte noch ein Lied dar, im Mainzer Eigenteil des Gotteslobes ist unter Nummer 925 ein eigenes Martinsliedern aufgeführt, welches die Wormser Gemeinde anlässlich des Martinsjubilüums und des anstehendes Patroziniums noch um einige Strophen mit Bezug zu den Wormser Ereignissen erweiterte. Nach diesem so schömen Gottesdienst gab es für uns alle noch die Möglichkeit den Mantel und die Reliquie zu betrachten und dem Ehrendomkapitular Fragen zu stellen. Abgeschlossen wurden der schöne Tag bei der Möglichkeit zur Begenung bei Brezeln und Wein im Gemeindehaus. Ein schöner und ereignisreicher Tag ging zu Ende, der Mantel soll nun weiter nach Mainz reisen und sich dann auf den Weg zu einem weiteren historischen Martinsort machen. Vielen Dank allen, die diese Tage vorberietet hatten und uns so die vielen Erlebnisse und tollen Begegnungen ermöglichten.             Werner Redies und Constantin Weyrich

St. Martin Worms
Ehrendomkapitular Schäfer erläutert die Symbolik des Mantels. Zu seiner Linken der Mantel, zu seiner Rechten die Reliquie
Martinsdarstellung am Portal St. Martin
Der Mantelteiler in der Martinskirche

05.11.2016 – Martinusmantel auf dem Weg von Speyer nach Mainz

Auf seinem Weg durch die Diözese Speyer gelangte der schon reich gefüllte Mantel von Speyer über die Weinstraße und St. Martin nach Obrigheim-Colgenstein zur evangelischen Martinskirche. Die evangelische Pfarrerin, Astrid Waitschies und ihr katholischer Kollege, Martin Tiator, begrüßten die Gäste sehr herzlich und waren erfreut, dass ihr Ort für die Übergabe des Mantels ausgewählt worden war. Der Speyrer Domkapitular, Franz Vogelgesang, hat die Gäste, Domdekan Heinz Heckwolf, Herrn Prälat Werner Redies, den Geistlichen Beirat der Martinusgemeinschaft und deren zweiten Vorsitzenden, Constantin Weyrich willkommen geheißen sowie in die Feier eingeführt und den Weg des Mantels durch die Diözese Speyer geschildert. Prälat Redies von der Martinusgemeinschaft e.V., erklärte die Entstehung des Weges und hob seine Bedeutung für Europa hervor. Der Mainzer Domdekan Heinz Heckwolf leitete die Wort Gottes Feier. Vor der Mantelübergabe an den Mainzer Domdekan fügte Domkapitular Vogelsang noch die Speyrer „Wegmarke“ dem Mantel hinzu, die mit Steinchen vom herrlichen Speyrer Dom und Traubenkernen von Deidesheim sowie einer Beigabe der Caritas gefüllt wurde. Mit einem symbolischen Handschlag überreichte stellvertretend für Speyer der Domkapitular den Mantel an seinen Mainzer Kollegen zur Weiterreise durch das Bistum Mainz um über Trier, Luxembourg, Belgien nach Tours in Frankreich zu „pilgern“. Der Mantel hat nun bereits elf Diözesen, viele, viele freundliche und den heiligen Martin verehrende Menschen und schöne und meist auch sehr alte Martinskirchen gesehen. Nun wird er heute an eine historische Stätte kommen, die Wormser Martinskirche, die auf dem Gelände steht, wo das Verließ wahrscheinlich war, in dem der Heilige aus dem Herr ausscheiden wollte und sich den Zorn des Unterkaisers, Julian, zuzog.
Constantin Weyrich, Werner Redies

Prälat Redies überreicht dem Domdekan Heckwolf und Domkapitular Vogelgesang Pilgerkreuze

Der Martinusmantel auf seinem Weg durch die Erzdiözese Freiburg …

… In Kraichtal-Landshausen

Der Abschluss des wunderschönen gemeinsamen Tages der Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg am Mittwoch war das Abendgebet mit Herrn Erzbischof Stephan Burger, Bischof Gebhard Fürst und Herrn Nuntius Erzbischof Nikola Eterovic in der Martinskirche  in Kraichtal-Landshausen. Die kleine Kirche konnte die vielen Gäste beider Diözesen kaum fassen. Kinder mit Laternen holten die Bischöfe am Pfarrhaus ab und zogen mit ihnen gemeinsam feierlich in die Kirche ein. Als Ergänzung zum künstlerischen Martinsmantel hatten auch die Kinder Bilder gefertigt und damit einen eigenen Martinsmantel gestaltet. Der Kirchenchor Landshausen unter der Leitung von Rigobert Brauch hat sicherlich sehr dazu beigetragen, dass sich der Heilige Martin ebenfalls über diesen schönen Festabend in der nach ihm benannten Kirche freuen konnte. Nach dem Abendgebet waren noch alle in das Gemeindehaus eingeladen, wo es – wenn auch auf engem Raum – viele schöne Begegnungen gab. Auch den Verantwortlichen der jeweiligen Tagesereignisse war die Erleichterung anzumerken, als sie bei Waffeln, Fleischkäs oder Käsebrötchen gemeinsam entspannten. Leider fuhren die Busse zurück in die Diözese Rottenburg allzu früh, wenn auch zum vorgesehenen Zeitpunkt, so dass man die Pilger sich von einander verabschiedeten mit dem Wunsch, bald wieder ein diözesanübergreifendes Pilgerereignis zu erleben.

… In Bruchsal, Hambrücken und Philippsburg

Am Donnerstag 27. Oktober hatte der Martinsmantel eine statio im Andachtsraum des Caritasverbandes Bruchsal. Denn der Martinusweg war dort von Anfang an ein besonderes Anliegen und wurde von Dekanat Bruchsal und Caritasverband Bruchsal gemeinsam realisiert.  Dann bezog der Mantel sein Standquartier neben dem Tabernakel  in der Hauskapelle der Brüder vom Gemeinsamen Leben im Kloster Waghäusel. Früh am nächsten Morgen , dem Freitag 28. Oktober trafen Barbara Gitzinger und Constantin Weyrich in Hambrücken am Kindergarten St. Martin ein. Im Gepäck hatten sie natürlich den Martinsmantel, der von den Kindern der vier Gruppen sowie ihre Erzieherinnen mit Spannung erwartet wurde. Die Kinder, welche die Geschichte des Mantelteilers schon bestens kannten, erkannten den Jubiläumsmantel sofort und konnten sich sehr an der besonderen Ausgestaltung erfreuen. In ihrem schönen Begrüßungslied teilten die Kinder bereits Glöckchen und Schellenbänder miteinander, und jedes gab, nachdem es geklingelt hatte, sein kleines Instrument an den Nachbarn oder die Nachbarin weiter. Nachdem der Martinsmantel bestaunt war und auch der Weg dieses Mantels durch Europa auf einen großen Landkarte verfolgt war, wurde eine Martinsgeschichte gelesen und erzählt. Gespannt hörten die Kinder zu und setzen das Teilen anschließend nochmal in die Tat um, indem sie liebevoll Gebäckstücke miteinander teilten. Schön, wie sich der Kindergarten auf das Ereignis vorbereitet hatte und somit den Mantel ein Stück auf seinem Weg begleitete.

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… In  Waghäusel

Am späten Nachmittag trafen der Mantel, Barbara Gitzinger und Constantin Weyrich in Philippsburg ein. Das neu konzipierte und im Bau befindliche  Seniorenzentrum St. Martin bereitet sich schon in der Entstehung  darauf  vor, ein echter Ort der Spiritualität des Heiligen Martin zu werden. Hier wächst mit dem Bau auch der Ort des Teilens und wird in jeder Phase schon realisiert und mit Leben gefüllt, woran das bestehende Seniorenhaus St. Franziskus  sich unterstützend beteiligt. So konnte es auch mit dieser außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte in das Netzwerk Orte des Teilens aufgenommen werden. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  des Seniorenzentrums St. Franziskus, deren Kinder, sowie vom Vorstand des Caritasverbandes Herr Albert Wild und  Frau Sabina Stemann-Fuchs wohnten dem kleinen Festakt am Bauzaun des neuen Seniorenzentrums bei. Constantin Weyrich erklärte die Symbolik des Mantels und durfte im Namen des Vorstandes der Martinusgemeinschaft das Schild Ort des Teilens an die Bereichsleiterin Frau Tanja Brucker  übergeben. Nach einem Pilgerzug von der neuen zur bestehenden Einrichtung war dort die Möglichkeit zur Begegnung bei Gebäck und Getränken. Für die Kinder wurde ein Buch der Martinsgeschichte von Frau Stemann-Fuchs spannend in Szene gesetzt, und auch ein Malworkshop war vorbereitet. Die Erwachsenen tauschten sich derweil aus über ihre eigenen Erlebnisse und Erinnerungen mit dem Heiligen Martin in der früheren Zeit. So war auch hier, in dem Teilen von Zeit und Nähe der Anwesenden, der Heilige Martin ganz spürbar und  lebendig dabei. Ein toller Tag neigte sich dem Ende zu, vielen Dank allen die so viel vorbereitet haben.

Am Samstag sollte nun der Mantel in die Diözese Speyer verabschiedet und somit der nächste Abschnitt der Mittelroute eröffnet werden. Den passenden Rahmen bildete ein Gottesdienst in der Marienwallfahrtskirche in Waghäusel. Die Brüder vom Gemeinsamen Leben für die Erzdiözese Freiburg und Domkapitular Franz Vogelgesang für die Diözese Speyer zelebrierten eine durch den Gesang des Wallfahrtschores besonders feierlich ausgestaltete Messe. Domkapitular Vogelgesang zeigte in seiner Predigt die Bedeutung eines solchen Weges für das diakonische Handeln, die Pastoral und die daraus erwachsende Möglichkeit für Europa auf. Nach der Eucharistie verabschiedete Pater Robert Maria den Mantel aus der Erzdiözese. Mit der brüderlichen Geste einer herzlichen Umarmung übernahm ihn Domkapitular Franz Vogelsgesang für das Bistum Speyer. Als neue Wegmarke der Freiburger enthält der Mantel nun auch eine Hülle mit Steinpartikeln des Freiburger Münsters aus der Münsterbauhütte sowie ein Caritaszeichen.

Überraschend für beide Hauptzelebranten wurde zum Abschluss ein von der Künstlerin Helma John eigens für diesen Anlass gemaltes doppeltes Ikonenbild überreicht und geteilt. Auf dieser Darstellung der Mantelteilung, hineingestellt in eine runde Form als Zeichen der Eucharistie,  ist in der Figur des Martin auch ein kleines Bildnis des Bettlers angelegt, in der Figur des Bettlers auch ein kleines Bildnis des Heiligen Martin. Sinnbild dafür, dass jede und jeder von uns  immer beide Aspekte  in sich trägt. Sind wir Gebende wie Martin, so sind wir dennoch auch Bedürftige. Sind wir Bedürftige wie der Bettler, so haben wir doch auch etwas zum Geben und zum Teilen. So konnten die Repräsentanten beider Diözesen ein geteiltes und doch jeweils in sich vollständiges Bild als Gabe annehmen. Versinnbildlicht wurde in der geteilten Doppelikone auch die Verbindung durch den gemeinsamen Glauben und die gemeinsame Geschichte des ehemals der Diözese Speyer angehörenden Gebietes um Waghäusel.

Nun ging der Martinsmantel seine Pilgerreise durch die Diözesen an der Via Sancti Martini weiter, hinüber über den Rhein in Richtung Speyerer Dom.

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Martinsikone gemalt von Helma John

 Barbara Gitzinger und Constantin Weyrich

Schüler mit St. Martin unterwegs

Katholische Fachschule Neckarsulm macht sich auf den Weg zu Sankt Martin Die Katholische Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik wird im Jahr 2017 ihr 45-jähriges Jubiläum feiern. Beheimatet in einem Teilbereich des kath. Gemeindehauses St. Paulus soll die Schule für angehende Erzieher aus diesem Anlass einen Namen bekommen, der etwas vom Leitbild der Ausbildung zum Ausdruck bringt. Im 1700. Geburtsjahr des heiligen Martin von Tours 2016 kam der Entschluss, die Fachschule „St. Martin“ zu nennen.
Der offizielle Start des Projektes „Katholische Fachschule Neckarsulm auf dem Weg zu St. Martin 2017“ war die Eröffnung der Mittelroute des europäischen Martinsweges, der von Ungarn nach Frankreich führt. Rund 90 Auszubildende und Lehrer der katholischen Fachschule pilgerten mit Bischof Dr. Gebhard Fürst, dem päpstlichen Botschafter Erzbischof Nikola Eterovic und vielen weiteren Gläubigen die 7 km lange Teilstrecke des europäischen Martinsweges von Schwaigern nach Stetten. Dort fand die Übergabe des Martinsmantels an Erzbischof Stephan Burger und die Delegation aus der Erzdiözese Freiburg statt. Neben den verschiedenen thematischen Impulsen waren die Begegnungen und Gespräche der Pilger untereinander und mit den Bischöfen ein gelungener Auftakt und ein beeindruckendes Erlebnis für die Auszubildenden und Lehrer.
Die Person des heiligen Martin und die dazugehörigen Erzählungen und Bräuche kommen im Unterricht und in jeder Kindertageseinrichtung vor und sind auch in interreligiöser Hinsicht von großer Bedeutung. Die Schule macht sich nun ein Jahr lang auf den Weg zur Namensgebung und wird dabei begleitet von den Elementarpädagogen Prof. Dr. Albert Biesinger und Prof. Dr. Christoph Knoblauch, die dazu verschiedene thematische Unterrichtseinheiten sowie einen Studientag gestalten. Am Martinstag 2017 (11. November) wird Bischof Dr. Gebhard Fürst in einem feierlichen Festakt die Namensgebung vollziehen.kath-fs-neckarsulm-eroffnung-martinusweg-2